Wolfgang Krause, Dorothea Veit, Carl-Gustav Kalbfell, Judith Wisotzki und Uwe Janssen (von links) präsentieren die Plakate zur diesjährigen Lesezeit. Foto: Caroline Holowiecki

An diesem Sonntag startet wieder die „Lesezeit in LE“. Insbesondere Kindern und Jugendlichen soll Literatur schmackhaft gemacht werden. Doch auch Erwachsenen wird eine Fülle von Veranstaltungen geboten – Skurriles inklusive.

L.-E. - Der Büchertisch ist schon gedeckt. Zehn Werke der Kinder- und Jugendbuchautoren Oliver Scherz, Claudia Schreiber, Finn-Ole Heinrich und Silke Vry warten förmlich darauf, verschlungen zu werden, doch zunächst sind an diesem Sonntag, 24. September, zwei andere Schriftsteller dran. Die Literaturreihe „Lesezeit in LE“ startet mit den Kluftinger-Machern Michael Kobr und Volker Klüpfel. Angekündigt wird in der Filderhalle eine Leseshow unter dem Motto „Achtung Lesensgefahr“, und Dorothea Veit, die Stadtbücherei-Chefin und stellvertretende Kulturamtsleiterin, verspricht: „Sie werden rechtzeitig zu den Wahlergebnissen daheim sein.“

Mehr als 1000 Schüler nehmen teil

Danach geht’s Schlag auf Schlag. Gut 70 Veranstaltungen für alle Altersklassen haben das Kulturamt und die Stadtbücherei für die „Lesezeit“ zusammengestellt. Bis zum 29. November finden freilich Lesungen statt, aber auch Führungen, Werkstätten, Musikabende, Bücherflohmärkte und mehr. Außergewöhnliches ist ebenfalls dabei, etwa der literarische Rundgang „Poesie auf Gräbern“ über den Hoppenlau-Friedhof (14. Oktober) oder die Ausstellung „Solange – Schriftbilder“ im Alten Rathaus Musberg (bis 15. Oktober).

Die Stadtverwaltung lässt sich das Programm 11 000 Euro kosten, die Schulen schießen für die 20 Autorenlesungen, die sich ausschließlich an deren Zweit- und Dritt- sowie Fünft- und Sechstklässler richten, etwas zu. „Das finden wir gut investiertes Geld“, sagte der zuständige Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell bei der Vorstellung des Programms. Vor allem Kinder und Jugendliche haben die Macher im Blick. Übergeordnetes Ziel: den Spaß am Schmökern fördern. Allein 1100 Mädchen und Jungen werden bei den Lesungen der vier Autoren unterhalten und dürfen danach den Schriftstellern noch Fragen stellen.

Schulen und Förderverein unterstützen die Aktion

Die Schulen flankieren die „Lesezeit“ mit eigenen Veranstaltungen. Im Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium etwa wird an diesem Samstag beim Schulfest das Musical „Frederick“ aufgeführt (13.30 und 15 Uhr), wie Rektor Wolfgang Krause erklärte: „Wir verfolgen nicht nur das Ziel, die Schüler zu Lesen zu animieren, sondern sie zu begeistern.“ Der Förderverein der Stadtbücherei trägt ebenfalls zur „Lesezeit“ bei. Zum einen hat er die Bibliothek mit Mehrfachexemplaren ausgestattet, zum anderen unterstützt er die Schulen bei Vorlesewettbewerben und richtet am 17. November, dem bundesweiten Vorlesetag, mit Unterstützung der Konrad-Kohlhammer-Stiftung in den örtlichen Kindergärten eigene Vorleseaktionen aus und schenkt den Einrichtungen ganze Bücherkisten.

Freilich wünscht sich die Stadtverwaltung auch, noch mehr Menschen für die eigenen Büchereien zu begeistern, wie Carl-Gustav Kalbfell sagte. So ist am 8. Oktober beispielsweise ein Tag der offenen Tür in der Zehntscheuer, in der auch die Stadtbücherei Echterdingen beheimatet ist. Die jedenfalls kommt jetzt schon gut an. Laut Dorothea Veit kommen pro Jahr um die 120 000 Besucher – 40 Prozent davon sind Kinder.

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