Die Entscheidung, die Tiere einzuschläfern, hatten Experten gefällt. (Symbolfoto) Foto: dpa/Peter Förster

2019 hatte ein 17-Jähriger zwei Kampfhunde auf einen jungen losgelassen, der mit dem Rad unterwegs gewesen war. Jetzt wurden die Tiere eingeschläfert.

Heidelberg/Leimen - Mehr als ein Jahr nach der fast tödlichen Attacke zweier Kampfhunde auf einen Jugendlichen in Leimen sind die aggressiven Tiere eingeschläfert worden. Die Entscheidung hatten Experten der Polizeihundestaffel und des Veterinäramtes gefällt, wie die Polizei Mannheim am Mittwoch erklärte. Zuerst hatte die „Rhein-Neckar Zeitung“ berichtet.

Zuvor hatte der Bundesgerichtshof nach eigenen Angaben die Revision von zwei der drei im Dezember vergangenen Jahres vom Landgericht Heidelberg Verurteilten als offensichtlich unbegründet abgewiesen. Damit waren der Rüde und die Hündin kein Beweismittel mehr in dem Fall. Nachdem das Tierheim Heidelberg, in dem die nicht vermittelbaren Tiere untergebracht waren, die Stadt Leimen nach dem weiteren Vorgehen gefragt hatte, hat diese laut einem Sprecher das Expertentreffen initiiert.

Als Haupttäter wurde im Dezember 2019 ein damals 17-Jähriger zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Er hatte an Pfingsten 2019 die Hunde auf den radelnden Jungen losgelassen. Zwei weitere beteiligte junge Männer waren zu Bewährungsstrafen verurteilt worden (Az.: 3 KLs 351 Js 14394/19 jug.). Dagegen hatten sie - erfolglos - Rechtsmittel eingelegt.

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