Einige Leichtathletik-Kreisrekorde bestehen seit vielen Jahren, einer sogar seit 1969. Im Jahr 2025 wurden elf Bestmarken geknackt.
Rekorde sind eigentlich da, um gebrochen zu werden. Doch es gibt Bestleistungen, an denen sich nachfolgende Generationen erfolglos die Zähne ausbeißen. So beispielsweise am ältesten Rekord des Leichtathletik-Kreises Esslingen von Dieter Jurkschat vom VfL Kirchheim, der im Jahr 1967 die 100 Meter in 10,3 Sekunden lief, oder an den 21,14 Sekunden über 200 Meter von Thomas Fackler von der TG Nürtingen aus dem Jahr 1979. Auch bei den Frauen liegen die ältesten Kreisrekorde vornehmlich auf den Sprintdistanzen. Margot Eppinger von der LG Filder lief 1973 die 100 Meter in 11,5 Sekunden, zwei Jahre später die 200 Meter in 23,35 Sekunden. 1978 sprintete die damals 18-jährige Ötlingerin Ulla Pohlner vom TV Neidlingen die 400 Meter in 54,76 Sekunden, eine Zeit, die sowohl bei den Frauen als auch in der Jugend bisher ungefährdet blieb.
Doch immer wieder fallen natürlich Rekorde, im abgelaufenen Jahr 2025 waren es im Kreis elf, fünf mehr als im Jahr zuvor und gleich viele wie 2023. Dabei stach vor allem Luca Madeo hervor, der aus Nellingen kommt und für die LG Filder startet, seine Rekorde über 10 000 Meter (28:59,07 Minuten) und im Halbmarathon (1:03,31 Stunden) aber beim NC State-Raleigh in North Carolina beziehungsweise beim Monumental-Halbmarathon in Indianapolis aufstellte – denn er studiert in den USA.
Hochphase in den 1980er-Jahren
Viele der noch bestehenden Kreisrekorde stammen aus den späten 1970ern und aus den 1980er-Jahren, was verdeutlicht, dass in dieser Zeitspanne die Leichtathletik eine Hochphase erlebte, was sich wiederum auch in der Anzahl der aktiven Wettkampfvereine wieder spiegelt. Den ältesten Jugendrekord aus dem Jahr 1969 hält Otto Lingk (LSG Hohenneuffen) im 5000-Meter-Gehen in 25:23,8 Minuten. 1981 liefen Stephane Franke, Gerald Baiker, Thomas Krazeisen und Klaus Just (LG Filder) die 4x400-Meter in 3:17,30 Minuten. Volker Höschele (TG Nürtingen) drückte 1985 die Rekordzeit über 400 Meter auf 47,36 Sekunden, ein Jahr später über 200 Meter auf 21,35 Sekunden. Seit 40 Jahren unerreicht blieben auch die 14,06 Sekunden über 110-Meter-Hürden von Boris Rauls (TSV Zizishausen/1985).
Auch Stefan Speck (TG Nürtingen) und der Köngener Klaus Just (LG Filder) sind bekannte Namen aus der früheren Sprinterszene. Jeweils mit 17 Jahren liefen Speck im Jahr 1979 die 200 Meter in 21,8 Sekunden, Just zwei Jahre später die 400 Meter in 48,3 Sekunden. Den Kreisrekord im Dreisprung der männlichen U 18 hält seit 1981 Andreas Pukrop (LG Filder) mit 14,59 Metern.
Bei der weiblichen U 20 lief 1978 Anke Köninger (TG Nürtingen) die 100 Meter in 11,76 Sekunden, 1979 die 200 Meter in 24,03 Sekunden. Im gleichen Jahr verbesserten Sabine Bender (LG Esslingen) und Köninger die Kreisrekordmarke im Hochsprung auf 1,82 Meter. Bereits als 16-Jährige hatte Köninger in den Jahren 1977 und 1978 die bis heute gültigen Bestmarken über 100 Meter (11,7 Sekunden) und 200 Meter (24,41) in der weiblichen Jugend U18 aufgestellt.
Einige der Rekorde werden wohl noch einige Jahre weiter bestehen – und bieten den heute jungen Athleten Herausforderungen.
Leichtathletik-Kreisrekorde 2025
Männerklasse
Luca Madeo (LG Filder): 10 000 Meter (28:59,07 Minuten), Halbmarathon (1:03,31 Stunden).
Männliche U 20
Moritz Jäger (LG Filder): 400 Meter Hürden (53,42 Sekunden), Lukas Melzer (LG Teck): Hammerwerfen (48,10 Meter).
Männliche U 18
Jonathan Hummel (LG Leinfelden-Echterdingen): Stabhochsprung (4,92 Meter); Lukas Melzer (LG Teck): Hammerwerfen (63,15 Meter); Ruben Sternberg, Jimi Konnertz, Lenn Weinmann, Ben Rüdinger (LG Filder): 4x100 Meter (43,46 Sekunden).
Männliche U 16
Nils Bubeck (LG Filder): Stabhochsprung (4,30 Meter).
Weibliche U 20
Karline Eppinger, Victoria Blessin, Lara Beinlich, Nele Pfisterer (LG Filder): 4x400 Meter (3:52,42 Minuten).
Weibliche U 16
Nele Pfisterer (LG Filder): 400 Meter Hürden (62,52 Sekunden); Klara Kilb (LG Filder): 2000 Meter Hindernis (7:32,89 Minuten).