Der Nellinger Luca Madeo qualifiziert sich durch Platz zwei bei den deutschen Langstreckenmeisterschaften für die U-23-EM über 10 000 Meter.
Langstreckenläufer Luca Madeo von der LG Filder hat es geschafft, sich über 10 000 Meter für die U-23-Europameisterschaften zu qualifizieren. Die Norm von 29:30,00 Minuten hatte der 22-Jährige bei einem Rennen in North Carolina (USA) mit einer neuen Kreisrekord-Zeit von 29:01,53 Minuten bereits deutlich unterboten. Doch diese Normerfüllung reichte noch nicht aus, um bei der EM, die Mitte Juli im norwegischen Bergen stattfindet, sicher dabei zu sein. Entscheidendes Kriterium war, bei den deutschen Langstreckenmeisterschaften in Hamburg unter die besten drei zu laufen. Dies ist dem Nellinger mit einer erneuten Steigerung seiner Bestzeit auf 28:59,07 Minuten als Zweitbester der U 23 eindrucksvoll gelungen. Schneller war zwar Robin Müller (LC Topteam Thüringen) – der U-23-Vizemeister des vergangenen Jahres – in 28:56,96 Minuten. Allerdings ließ Madeo den Mitfavoriten und U-20-Europameister im Berglauf, Lukas Ehrle (LG Brandenkopf/29:07,48), nach einem starken Finish deutlich hinter sich.
Madeo bleibt an der Spitzengruppe dran
Insgesamt blieben nur sechs Läufer auf der Jahnkampfbahn im Hamburger Stadtpark Winterhude unter der Zeit von 29:00 Minuten, darunter Madeo, der sich im schnelleren der beiden Zeitläufe mit den schnellsten Männern auseinandersetzen musste. Nach eher verhaltenem Beginn setzte der zweimalige deutsche Meister Nils Voigt (TV Wattenscheid) nach drei Kilometern zu einer Tempoverschärfung an und zog das Feld auseinander. Madeo gelang es, zusammen mit Müller und Ehrle hinter einer vierköpfigen Spitzengruppe dranzubleiben.
Die Durchgangszeiten hatten es in sich: Die ersten 1000 Meter wurden in 2:51 Minuten gelaufen, die 3000-Meter-Durchgangszeit betrug 8:30 Minuten und bei der 5000-Meter-Zwischenmarke zeigte die Uhr für den Führenden Voigt 14:15 Minuten an. Die 10 000-Meter-Endzeit von Voigt betrug 28:19,83 Minuten. Gesamtzweiter wurde Tom Förster (LG Braunschweig/28:36,93) vor Markus Görger (LG Region Karlsruhe/28:43,14). Nun ist nicht ausgeschlossen, dass der Nellinger Madeo auch für den 10000-Meter-Europa-Cup am 24. Mai in Pace´ (Frankreich) starten darf. Zunächst wird er aber für kurze Zeit wieder nach Kentucky reisen, wo er an der Universität of Cumberland Sportwissenschaften studiert.
Emily Junginger holt Bronze
Eine weitere Medaille holte Emily Junginger aus Aichtal. Die 19-Jährige, die für den VfL Sindelfingen startet, gewann über 5000 Meter in der weiblichen U 20 in 17:01,84 Minuten die Bronzemedaille. Eigentlich wäre für Junginger, die erst eine Woche zuvor aus dem Trainingslager aus Cervia/Italien zurückgekehrt war, mehr drin gewesen. Mit einer Bestzeit über diese Distanz von 16:10,03 Minuten hätte sie das Rennen sogar gewinnen können. Doch das Anfangstempo war langsam, weil sich alle Mitfavoritinnen defensiv verhielten.
Erst auf den letzten beiden Runden machte Julia Ehrle (LG Nordschwarzwald) ernst und löste sich aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe heraus, zu der auch Junginger gehörte. Doch das schnelle Endtempo konnte die Aichtalerin nicht mitlaufen. So gewann die 18-jährige Ehrle, Viertplatzierte der Cross-EM, in 16:47,98 Minuten verdient vor Franziska Drexler (LG Telis Regensburg/16:58,12) sowie Junginger.