Ruderer hatten die Leiche im Neckar bei der Gaisburger Brücke entdeckt. Foto: 7aktuell.de

Die Polizei hat im Fall der Toten, die im Oktober im Neckar gefunden wurde, erste Laborergebnisse bekommen. Damit sind die Ermittler einen großen Schritt weiter.

Stuttgart - Die Polizei ist einen Schritt weiter im Fall der Toten, die vor gut zwei Wochen im Neckar bei der Gaisburger Brücke gefunden worden war: Blutspuren, die in der Wohnung des Mannes gefunden wurden, der die Frau umgebracht haben soll, wurden eindeutig der 72-jährigen Stuttgarterin zugeordnet. „Die ersten Spuren konnten nun ausgewertet werden. Das waren solche Spuren, bei denen man nicht erst noch das Material aufwendig bearbeiten musste, man konnte diese direkt analysieren“, erläutert der Polizeisprecher Tobias Tomaszewski. Weitere in der Wohnung des 76-jährigen Tatverdächtigen gesicherte Spuren, bei denen es sich ebenfalls um Blutspuren handeln könnte, sind noch im Labor und werden bearbeitet. Die Laborergebnisse stützen den Verdacht der Polizei, dass der 76-jährige die Frau umbrachte und ihre Leiche dann in den Neckar warf.

Die Soko Ruder ermittelt in dem Fall

Die Leiche der Frau hatten Ruderer am Abend des Dienstags, 17. Oktober, im Neckar bei der Gaisburger Brücke gefunden. Der Körper der Toten war laut der Polizei so stark verstümmelt worden, dass man die Frau nicht gleich identifizieren konnte. Auch damals mussten die Kriminaltechniker helfen. Mit einem DNA-Abgleich fanden die Ermittler heraus, dass die Tote eine 72-jährige Stuttgarterin war, die am 10. Oktober als vermisst gemeldet worden war. Ihr Sohn hatte sich damals an die Polizei gewandt. Eine Vermisstenfahndung in den Medien blieb ohne Erfolg.

Der Tatverdächtige machte widersprüchliche Aussagen

Wenige Tage nach dem Leichenfund nahm die Polizei dann einen Tatverdächtigen fest, einen 76 Jahre alten Bekannten der Frau aus Esslingen-Mettingen. Er soll sich bei Befragungen – zunächst noch nicht als Verdächtiger, sondern als Freund der Frau – in Widersprüche verwickelt haben. Gegen ihn erging am Samstag nach dem Leichenfund ein Haftbefehl. In der Wohnung des Verdächtigen fanden die Ermittler der Sonderkommission Ruder dann auch die Blutspuren, die nun vom Labor als von der ermordeten Stuttgarterin stammend identifiziert wurden.

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