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Die größte deutsche Landesbank LBBW beginnt mit dem Verkauf von Beteiligungen. Der Branchenprimus reagiert damit auf den Druck der EU-Kommission.

Stuttgart - Die größte deutsche Landesbank LBBW beginnt mit dem Verkauf von Beteiligungen. Der Branchenprimus reagiert damit auf den Druck der EU-Kommission. Die Bank wird auf ihr Kerngeschäft zurückgestutzt und muss ihre Bilanzsumme nach dpa-Informationen voraussichtlich halbieren (Bilanzsumme Ende Juni: 448 Milliarden Euro). Ihren 20-prozentigen Anteil an der Berliner Quirin-Bank gebe das Institut an den belgischen Finanzinvestor RHJ International ab, bestätigte ein LBBW-Sprecher am Freitag in Stuttgart Medienberichte. Details nannte er nicht.

Neben ihrem Wertpapiergeschäft will die Landesbank Baden- Württemberg auch ihren Anteil an dem Frankfurter Vermögensverwalter Dekabank abstoßen. Auch die Immobiliensparte solle mittelfristig verkauft werden.

Die LBBW hatte sich massiv verspekuliert und war durch die Finanzkrise schwer getroffen worden. Das Institut hatte eine Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro und Garantien für Risiko- Papiere in Höhe von 12,7 Milliarden Euro von ihren Eignern erhalten. Träger der LBBW sind das Land, die baden-württembergischen Sparkassen und die Stadt Stuttgart. Im Gegenzug für die Hilfen erlässt die EU Auflagen für die LBBW.

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