Dass „Layla“ vielerorts nicht gespielt werden durfte, machte seinen Partyhit bundesweit erst richtig bekannt: DJ Robin hält nichts von Songverboten. Seit dem Skandal-Video von Sylt gibt es auch um „L’amour toujours“ eine Debatte. Doch da sei’s anders, sagt er.
Den Remix „L’amour toujours“ von Gigi D’Agostino findet „Layla“-Sänger DJ Robin „richtig gut“. Umso schlimmer sei es, was rechtsextreme Partygänger daraus gemacht hätten, sagt der Ballermann-Star, der gerade auf Mallorca gastiert, im Gespräch mit unserer Redaktion: „Ist wirklich schlimm, dass so ein toller Song unspielbar geworden ist.“ Auch ohne Verbot, erklärt der 28-Jährige, „spielt ein normaler DJ, der was in der Birne hat, diesen Song nicht mehr – und niemand, der bissle Grips hat, singt so einen widerlichen Text.“
„Die Leute, die das singen, sind sowieso alles Idioten“
Was Verbote bewirken, weiß DJ Robin aus eigener Erfahrung. Als in Würzburg die Stadtverwaltung seine „Layla“ auf den Index setzte, hat das den bundesweiten Erfolg des Partysongs extrem beschleunigt. „Layla“ lasse sich aber nicht mit den Auswüchsen bei „L’amour toujours“ vergleichen, findet der Sänger aus Ditzingen: „,Layla’ ist ein Partysong mit witzigen Texten – in der aktuellen Diskussion nach dem Sylt-Party-Video geht es um einen Text mit rechtsradikalen Ansichten.“
DJ Robin glaubt nicht, dass ein Verbot der braunen Hass-Hymne die Leute dazu anstachelt, den rechtsradikalen Text zu singen oder es dann mit Absicht erst recht zu tun: „Die Leute, die das grölen, sind sowieso alles Idioten.“
Gigi D’Agostino könne nichts dafür. Doch jeder DJ, der den Song spielt, müsse nun damit rechnen, dass es immer Idioten gibt, die was anderes singen. „Um dem entgegenzuwirken, würde ich es erst mal lassen“, sagt der 28-Jährige, „und jeder DJ, der den Song trotzdem spielt, würde aus meinem Laden rausfliegen und dort nicht mehr auftreten dürfen.“ Durch die sozialen Medien verbreite sich der widerliche Missbrauch des Songs sehr schnell. Dies schade nicht nur den Leuten, die das singen, sondern auch dem DJ und den Veranstaltern.
Mittlerweile wird statt „Ausländer raus – Deutschland den Deutschen“ auf den Song dieser neue Text gesungen: „Nazis raus – Deutschland ist multi“. Ob der sich wirklich durchsetzt?