Die Polizei ermittelt bei einem Brandanschlag auf eine Moschee in Lauffen am Neckar. Foto: dpa

Unbekannte werfen Brandsätze in ein islamisches Gotteshaus. Die Türkische Gemeinde fordert eine gründliche Aufklärung des Anschlags auf die Moschee in Lauffen. Die Polizei setzt acht Ermittler ein.

Lauffen - Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee der Islamischen Gemeinschaft in Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn) hat die Polizei bislang keine Spur zu den Tätern. Es sei auch noch offen, ob ein fremden- oder islamfeindlicher Hintergrund hinter der Tat stecke, sagte ein Sprecher der Polizei Heilbronn am Samstag.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland verurteilte am Samstag den Anschlag und stufte ihn als Terrorakt ein. „Solche unmenschlichen Verbrechen sind Akte des Terrors, die nicht nur die Menschen direkt bedrohen, sondern auch die Grundfesten unserer Gemeinschaft erschüttern wollen“, erklärte der Bundesvorsitzende Gökay Sofuoglu. „Wir fordern eine gründliche Aufklärungsarbeit.“

Unbekannte hatten Molotowcocktails in das Gebäude geworfen

Die Polizei richtete nach eigenen Angaben eine Gruppe mit acht Ermittlern ein. Dabei gehe man vom Verdacht des versuchten Mordes und der schweren Brandstiftung aus. Bei dem Brandanschlag war niemand verletzt worden. Der Imam, der sich in dem Gebäude befand, konnte das Feuer am Freitagmorgen selbst löschen.

Unbekannte hatten Brandsätze, sogenannte Molotowcocktails, in das Gebäude geworfen. Den Schaden schätzte die Polizei auf 5000 Euro. In dem Gebäude sind Gemeinschafts- und Fortbildungsräume, einen Teil nutzt der Imam als Wohnung.

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