Late Night von Pierre M. Krause Studio abgefackelt

Von Uwe Bogen 

Brand im alten „Late-Night-Show“-Studio Foto: SWR
Brand im alten „Late-Night-Show“-Studio Foto: SWR

Spektakulär verabschiedet sich Pierre M. Krause von seiner „SWR 3 Late Night Show“: Er hat das alte Studio in Brand gesetzt. Im Februar startet er mit neuer Show an einem neuen Sendeplatz.

Stuttgart/Baden-Baden - Dienstags, 23.30 Uhr – irgendwo in Fernseh-Deutschland. Bisher hat zu dieser Sendezeit Stefan Raab versucht, mit schrägen Programminhalten Menschen vom Schlafen abzuhalten, die deutlich jünger sind als die Kernzielgruppe des Musikantenstadls oder die Autogrammjäger von Caroline Reiber. Doch Stefan Raab hat nun abgedankt. Und schon ist einer zur Stelle, der – Spieglein, Spieglein an der Wand – als Schrägster gilt im Land.

Pierre M. Krause, den der SWR mit seiner „Late-Night-Show“ immer später auf Sendung gelassen hat, so late, dass es möglichst früh ist, darf künftig zur Raab-Sendezeit im SWR-Fernsehen ran – und das auch noch im großen TV-Studio 5 in Baden-Baden.

Der Jubel in seiner Redaktion ist so enorm, dass sie sich aus dem alten Ambiente mit einem gewaltigen Knall verabschiedet. „Wir haben unser altes Studio angezündet“, verrät einer, der bei der Aufzeichnung dabei war. Wird da etwa heiß saniert? Unserer Redaktion lieg ein Beweisfoto vom Brand vor. Im Hintergrund sieht man das Muster der Studio-Kulisse. Zu sehen sind die von uns Gebührenzahlern finanzierten Flammen an diesem Freitag (nein, man muss sagen am Samstag) um 0.40 Uhr im Dritten. „Keine technischen Tricks“ habe man dafür eingesetzt, ist zu hören. Die Redaktion baute das alte Studio im Freien nach, weil man ja nicht das gesamte Funkhaus abfackeln wollte.

Die Sendung rückt zeitlich vor

Auch wenn nun alles besser wird für die zuvor spät in die Nacht abgeschobene Show, wo sie zeitweise nicht viel mehr Zuschauer hatte als einst das Testbild: In Baden-Baden muss sie bleiben. Aus dem Wunsch der Redaktion, nach Stuttgart zu kommen, wo es nicht so schwer ist, junges Studiopublikum zu finden, wird nichts. Ab dem neuen Jahr aber darf sich die ewige SWR-Nachwuchshoffnung, ein gebürtiger Karlsruher, der mit der Sendung „TV-Helden“ den Deutschen Fernsehpreis erhalten hat, unter deutlich besseren Bedingungen im Studio 5 austoben – dort, wo „Sag die Wahrheit“ oder „Ich trage einen großen Namen“ entstehen. Die Sendung rückt von freitags um 0.40 Uhr auf dienstags um 23.30 Uhr vor. Künftig heißt sie die „Pierre M. Krause-Show“, und startet am 23. Februar. Eine komplett neue Deko im Late-Night-Ambiente wird es geben und in jeder Folge einen Film mit Krause.

Was sonst noch anders wird, lotet die Redaktion gerade aus. „Wir sind bis Weihnachten in Klausur“, ist zu erfahren. Eines aber ist klar: Ewig kann man Krause nicht als talentierten Hoffnungsträger bezeichnen. 2016 wird der junge Mann 40 Jahre alt.

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