Szene mit Josephine Köhler als Umut in Ebru Nihan Celkans Drama „Last Park Standing“ im Stuttgarter Kammertheater. Foto: Björn Klein/Lichtgut

Die türkische Autorin Ebru Nihan Celkan stellt in ihrem Drama eindrücklich die Frage, wie politisch das Private ist. Regisseur Nuran David Calis geht dieser Frage mit einer zuweilen effekthascherisch hektischen Inszenierung nach.

Stuttgart - Jung sein kann so schön sein, wenn man in einer Metropole lebt, wenn man studieren und arbeiten kann, wenn man seine Liebe frei ausleben, tun und sagen kann, was einem passt. Jung sein kann so schrecklich sein, wenn man all das machen will, aber in einer Welt voller Angst und Staatsterror lebt. In einer Welt, „in der die Wände Ohren zu haben scheinen“ und alle Menschen nur noch flüstern, wie es die Figuren in Ebru Nihan Celkans „Last Park Standing“ bei der knapp zweistündigen deutschen Erstaufführung am Donnerstag im Stuttgarter Kammertheater erleben.

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