Umschalten oder dranbleiben: bei manchen Werbespots aus den 80ern und 90ern blieb man einfach hängen. Foto: dpa

Werbung kann ebenso lästig wie unterhaltsam sein. Von Drei-Wetter-Taft bis zur Mini-Wini-Würstchenkette: Wir zeigen die kultigsten Werbespots aus den vergangenen Jahrzehnten.

Stuttgart - Die einen können alle Werbejingles auswendig mitsingen, die anderen schalten bei Werbeunterbrechungen sofort um. Einige Werbespots sind allerdings so bekannt, dass man um sie gar nicht herumkommt. Wir haben die kultigsten Spots aus den vergangenen Jahrzehnten gesammelt.

Werbeunterbrechungen gehören mittlerweile zum täglichen Fernsehprogramm dazu, wie das Popcorn im Kino. Und genau dort startete die Werbung auch ihren Feldzug in unsere Köpfe. Legendär die Lagnese-Werbung vor jedem Blockbuster. Nach den Minuten voller Sommer-Feeling kam nämlich meist der Eisverkäufer in den Kino-Saal und versorgte das Publikum mit Eiskonfekt. Erst Anfang der 1960er entschieden sich auch die öffentlich-rechtlichen Programme regelmäßig kurze Werbeblöcke zu spielen.

Einige Firmen kreierten Werbeslogans, die bis im Gedächtnis bleiben

Das Putzmittel von Meister Proper gehört auch heute noch bei vielen in den Putzschrank und der muskulöse, glatzköpfige Mann aus der Werbung zu den Kindheitserinnerungen. Ob man sich nach dem Putzen wirklich in den Fliesen spiegeln kann, sei mal dahingestellt – der Spot ist dennoch seit Jahrzehnten Kult und hat sich seit Ende der 80er Jahre kaum verändert:

Es gibt wohl kaum eine andere Shampoo-Marke, die so leidenschaftlich für ihre Produkte geworben hat wie Gard in den 1980ern. „Schönes Haar ist dir gegeben, lass es leben mit Gard“ – mehr muss man dazu gar nicht sagen:

Um Pflege im weitesten Sinne geht es auch bei Palmolive – zumindest wollte uns das Tilly weismachen. Denn eigentlich handelt es sich bei Palmolive um ein Spülmittel, aber dank der Tipps der immer freundlichen Kosmetikerin wird aus dem Geschirrspülen gleich eine Schönheitsbehandlung. Da sage noch mal einer, spülen sei lästig:

Werbespots sollten eingängig sein und am besten als Ohrwurm noch über Stunden im Kopf bleiben. Dass aber das Bratfett von Palmin besungen wird, erscheint uns mehr als 30 Jahre später dann aber doch etwas seltsam – „Knick, Knick“:

Anfang der 1990er galt das Motto: „Ich will so bleiben, wie ich bin“. Und das sollte laut Werbeversprechen am besten mit der Lebensmittelmarke „Du darfst“ funktionieren. Fettreduzierte Wurst oder kalorienarme Butter sollten dabei helfen:

Er weiß, wie man Probleme mit der aufgebrachten Nachbarnin löst: natürlich mit einer Tasse Nescafé Cappuccino. Uns bleibt der Italiener Angelo vor allem wegen seines Spruchs „Isch habe gar keine Auto“ in Erinnerung – auch wenn man heute solchen Nationalitäten-Klischees besser nicht mehr werben würde:

Hand aufs Herz, wer kann bei der Werbung von Meica-Würstchen nicht den ganzen Text auswendig? Und wer hat beim Kindergeburtstag nicht auch versucht, die ganze Mini-Wini-Würstchenkette zu essen?

„Dani Sahne von Danone, davon krieg ich nie genug“. Einen Werbekracher lieferte 1997 der Schokopuddinghersteller Danone, als er die Fußball-Europameister Andreas Köpke und Oliver Bierhoff in ihrem Spot singen ließen:

Die Kicker waren nicht die einzigen prominenten Werbegesichter. Jahrzehntelang naschte Moderator Thomas Gottschalk in seiner typisch humorvollen Art mit wilden Locken und ausgefallenen Outfits die Haribo-Goldbären. Kein Wunder, denn „Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso.“

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