Stefan Mappus (links) und Winfried Kretschmann. Foto: dpa

Der Grünen-Spitzenkandidat findet Mappus' Wahlkampf „perfide und unanständig“.

Stuttgart/Berlin - Wahlkampfzoff zwischen Grünen und CDU in Baden-Württemberg: Der Grünen-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 27. März, Winfried Kretschmann, hat Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) vorgeworfen, sein Wahlkampf sei „perfide und unanständig“. Er sagte der „Welt am Sonntag“, die Kampagne der CDU, in der seine Gesundheit und sein Alter thematisiert wurden, habe ihn getroffen. Das solle suggerieren: „Der Kretschmann ist nur ein Pappkamerad, im Hintergrund lauert der Özdemir.“

„Unakzeptable Angriffe"

Der 62 Jahre alte Landtagsfraktionschef der Grünen sprach von „unakzeptablen Angriffen“. Er fühle sich fit und gesund. Mappus pflege einen Regierungsstil, dem Besonnenheit, Maß und Berechenbarkeit fehlten, kritisierte Kretschmann.

Im Wahlkampf hatte zum Beispiel der Staatssekretär im Stuttgarter Sozialministerium, Dieter Hillebrand (CDU), Zweifel am Gesundheitszustand von Kretschmann geäußert. Nach einem Zeitungsbericht hatte er in Reutlingen vermutet, dass der Spitzenkandidat - falls er Ministerpräsident würde - dieses Amt wohl aus gesundheitlichen Gründen nicht lange ausüben könne. Dann stünden der„unakzeptablen Angriffen Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir oder Tübingens Grünen- Oberbürgermeister Boris Palmer bereit.

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