Das Gesundheitsamt in Ludwigsburg arbeitet seit Anfang Mai mit der Luca-App. Foto: dpa/Christoph Soeder

Für den Landrat Dietmar Allgaier ist die Neuerung ein weiterer Schritt aus der Corona-Krise. In Ludwigsburg waren die Rufe nach der digitalen App zuletzt lauter geworden.

Ludwigsburg - Der Landkreis Ludwigsburg nutzt die Luca-App zur Bekämpfung der Pandemie. Gastronomen oder Geschäfte können seit Anfang dieser Woche Daten über die App an das Gesundheitsamt melden. So soll eine lückenlose Nachverfolgung möglich sein.

Die vom Rapper Smudo mitentwickelte Luca-App galt vielen schon seit langem als probates Mittel, um Gastronomen, Einzelhandel und Kultureinrichtungen mehr Normalität zu ermöglichen. Landrat Dietmar Allgaier sieht das genauso: „Die Luca-App ist für uns ein weiterer Schritt, um aus der Corona-Krise herauszukommen.“

Daten sind sicher – trotz einfacher Handhabung

Die Anwendung der Luca-App ist einfach: Nutzer registrieren sich kostenlos mit Telefonnummer und Kontaktdaten. Betreten sie etwa ein Restaurant oder ein Geschäft, scannen sie den QR-Code des Betreibers oder dieser den QR-Code auf dem Handy der Nutzer. Die mühsame Zettelwirtschaft hat so ein Ende. Im Falle einer Infektion bekommt das Gesundheitsamt Zugriff auf die Daten, wenn die infizierte Person und der Betreiber ihre freiwillige Freigabe erteilt haben.

In den vergangen Wochen hatten unter anderem Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht und der Ludwigsburger Innenstadtverein Luis auf die Nutzung der App gedrängt, in der Landeshauptstadt Stuttgart wird sie bereits seit Mitte April verwendet. Das Landratsamt betont bei der Einführung der App noch einmal ihre Sicherheit. Die Daten der Nutzer seien verschlüsselt und könnten nur mit einem zwölfstelligen Code des Infizierten entschlüsselt werden. Weitere Informationen zur Luca-App gibt es auf der Firmen-Homepage www.luca-app.de.

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