Im Mordprozess am Stuttgarter Landgericht wird ein Urteil erwartet (Symbolbild). Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Er soll auf seine Lebensgefährtin in Rudersberg mit einem Klappmesser eingestochen haben. Dann verletzte er sich selbst und rief die Polizei. Nun spricht das Stuttgarter Landgericht das Urteil in dem Mordprozess.

Stuttgart - Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Frau in Rudersberg (Rems-Murr-Kreis) will das Stuttgarter Landgericht am Donnerstag (11 Uhr) das Urteil gegen deren früheren Partner verkünden. Der 52-Jährige soll seine drei Jahre ältere Lebensgefährtin an einem frühen Morgen Anfang März imSchlafzimmer des gemeinsamen Hauses mit einem Klappmesser umgebracht haben. Die Anklage lautete auf Mord.

Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer 13 Jahre Haft. Die Verteidigung sprach sich indessen für auf eine Verurteilung wegen Totschlags aus und verlangte eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als sieben Jahren.

Mann alarmierte selbst die Polizei

Nach Darstellung der Anklage hatte der Mann mit großer Wucht zweimal zugestochen. Zwei weitere Stiche habe die Frau abwehren können, bevor sie gestorben sei, sagte der Staatsanwalt beim Prozessauftakt vor dem Stuttgarter Landgericht. Nach dem Tod der Frau soll sich der angeklagte mutmaßliche Täter selbst mit dem Messer schwer verletzt haben, bevor er den Notruf wählte und die Polizei alarmierte.

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