Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Der Ehemann räumte ein, kurz nach Weihnachten 2019 seine Frau im Keller der Wohnung mit mehreren Stichen getötet zu haben. Die Kinder hätten nach Angaben des Angeklagten von der Tat nicht mitbekommen.

Heilbronn - Rund ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Heilbronn hat ihr Ehemann vor dem Landgericht die tödlichen Messerstiche gestanden. Der Angeklagte räumte am Dienstag zum Auftakt des Mordprozesses ein, seine elf Jahre jüngere Ehefrau kurz nach Weihnachten 2019 in den Keller der gemeinsamen Wohnung gelockt und zahlreiche Male auf sie eingestochen zu haben.

Er habe sie getötet, weil er extrem eifersüchtig und überfordert gewesen sei, sagte der zur Tatzeit 44-Jährige. „Hass und Wut“ hätten ihn dazu getrieben. Die Ehefrau habe zuvor angedeutet, dass sie ihn verlassen wolle und es einen anderen Mann an ihrer Seite gebe.

Täter stellte sich der Polizei

Der Kosovare war nach früheren Polizeiangaben nach der Tat selbst auf die Wache gekommen, um sich zu stellen. Die Leiche der Frau wurde daraufhin in der gemeinsamen Wohnung entdeckt. Dort waren laut Polizei auch die sieben Kinder des Ehepaares, die nicht Zeugen der Bluttat waren, weil sie nach Angaben des Angeklagten vor dem Fernseher saßen.

Nach Angaben des Landgerichts Heilbronn sind vier weitere Verhandlungstermine geplant. Mit einem Urteil wird Anfang August gerechnet.

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