Das Landgericht Ellwangen. Der Angeklagte hat die Tat dort am Montagmorgen gestanden. Foto: dpa

Ein Nachbarschaftsstreit mit tödlichem Ausgang in Ellwangen hat sich offenbar schnell aufgeklärt. Der Angeklagte gestand vor dem dortigen Landgericht, das 53-jährige Opfer alkoholisiert erstochen zu haben.

Ellwangen - Ein 46-Jähriger hat vor dem Landgericht Ellwangen zugegeben, seinen Nachbarn erstochen zu haben. Als Motiv gab der Angeklagte beim Prozessauftakt am Montag an, sein Nachbar und dessen Vater hätten ihn mehrfach hinter seinem Rücken beleidigt. Andere Nachbarn sollen ihm von den Beleidigungen berichtet haben. Zudem hätten seine Nachbarn seine Ehefrau und Tochter beim Umziehen durchs Fenster beobachtet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Kirgisen Mord vor. Er soll seinem 53 Jahre alten Opfer im September 2018 an dessen Arbeitsstelle in Steinheim am Albuch (Kreis Heidenheim) aufgelauert und den Mann mit 15 Messerstichen getötet haben.

Der Angeklagte sagte, er habe seinen Nachbarn schon am Tag vor der Tat auf die angeblichen Beleidigungen ansprechen wollen. Er sei mit dem Auto hinter ihm her gefahren, um ihn zur Rede zu stellen, habe ihn aber dann aus den Augen verloren.

Der Angeklagte war betrunken

Am Tattag habe er Alkohol getrunken, bevor er zur Arbeitsstelle seines Nachbarn fuhr und mit dem Messer auf den 53-Jährigen losging. Zu dem Angriff selbst machte der Angeklagte keine weiteren Angaben. Die Polizei konnte den Mann kurz nach der Tat festnehmen. „Er war zu dieser Zeit erkennbar betrunken“, hieß es damals. Eine Blutprobe ergab später etwa 1,6 Promille. Der Prozess wird am Dienstag mit Zeugenaussagen fortgesetzt. Plädoyers und Urteil sind für Mittwoch geplant.

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