Musik begleitet Jürgen Hörig sein ganzes Leben lang Foto: Gottfried Stoppel

Die Idee, seiner Frau ein Lied auf CD aufzunehmen, hat für Jürgen Hörig zu einem Album mit elf Liedern geführt. Live-Auftritte als Sänger werden folgen, unter anderem in Winnenden.

Berglen - Das Gesicht kennt man, die Stimme auch. Die Sprechstimme, wohlgemerkt. Jürgen Hörig singt aber auch – und wie. Jetzt ist sogar eine CD mit Liedern des Fernsehmoderators erschienen. „Out comes – U.M.O.N. featuring Jürgen Hörig“ heißt das Album, das elf Songs umfasst, die er zusammen mit dem Musikproduzenten Conny Konrad geschrieben und produziert hat. „Die Texte sind von mir, Conny hat die Musik dazu komponiert“, erzählt der 49-Jährige, dessen Gesicht Zuschauer seit vielen Jahren aus der Landesschau kennen. Bis es zu der CD kam, hat es ein bisschen gedauert, denn der Plan, ein ganzes Album aufzunehmen, entstand Stück für Stück. Das hat der CD allerdings keinen Abbruch getan, ganz im Gegenteil.

„Ich hatte zuerst die Idee, meiner Frau ein Lied als Geschenk aufzunehmen“, erklärt Hörig, der seit Jahren in Berglen wohnt. Bereits als Kind habe er Schlager aus dem Radio nachgeträllert. „Du wirst auch mal ein Sänger, hat es in meiner Familie geheißen“, sagt er und lacht. „Allerdings habe ich diesen Berufswunsch dann nicht mehr weiterverfolgt. Musik hat mich aber das ganze Leben lang interessiert.“ Wenn ihn ein Lied anspreche, forsche er immer den Texten, aber auch den Musikern nach. „Biografien faszinieren mich.“

Gesangsunterricht bei einem Heavy-Metal-Titanen

Das Lied sollte auf jeden Fall professionell aufgenommen werden. Also suchte Jürgen Hörig ein Aufnahmestudio und fragte den Musiker und Produzenten Conny Konrad, den er bereits beruflich kennengelernt hatte. „Er war dann ganz angetan von dem, was ich da machte und fragte, ob ich nicht ein ganzes Album aufnehmen wolle.“ Aus der Geschenkidee wurde ein Projekt. „Ich habe mich an die Texte gemacht und sie an Conny weitergegeben, der dazu die Musik komponierte.“ Die Abkürzung U.M.O.N. steht übrigens für „Under my own Name“, da die Lieder in Englisch geschrieben sind. Sein Name habe da nicht dazu gepasst, meint Hörig. „Und ein Künstlername wäre mir zu affektiert gewesen.“

Für eine private Aufnahme zu singen sei allerdings etwas ganz anderes, als für ein professionelles Album. „Das soll ja Hand und Fuß haben. Also bin ich zur Pop Music School in Fellbach gegangen, um Gesangsunterricht zu nehmen.“ Dort erwartete ihn Ralf Scheepers, der Sänger der Heavy Metal Band Primal Fear, als Coach. „Hörig, was machst du hier“, habe der hünenhafte Musiker ihn gefragt, erinnert er sich und lacht. Die Gesangstunden seien zwar ziemlich anstrengend, aber auch großartig gewesen. „Musik war für mich ja totales Neuland.“

Erste Erfolge ließen nicht auf sich warten. „Ein DJ aus Stuttgart hat unseren Song ,Used Love’ gehört und gefragt, ob er einen Remix machen darf. Jetzt kann man diese Version in Stuttgarter Clubs hören.“ Auch die Besucher der Release Party für die CD waren begeistert. „Ich gehe nicht davon aus, dass mir Freunde etwas vormachen und mich in eine Blamage rennen lassen.“ Weitere Live-Auftritte wird es demnächst auch geben, unter anderem in der Reihe „Kultur in Kathys Bistro“ in Winnenden.

Live auf der Bühne ist nicht gleich live im Studio

Die Erfahrung, live auf einer Bühne zu stehen, sei übrigens etwas ganz anderes, als die Live-Moderationen im Studio, die Jürgen Hörig in der Landesschau seit Jahren kennt. „Lampenfieber habe ich da nicht mehr, aber eine gewisse Anspannung ist nach wie vor da. Und während der Sendung – das ist Arenalin pur.“ Seit 1999 ist der gebürtige Rastatter beim Team der Landesschau, seine Rundfunkkarriere begann 1995 in Freiburg beim Südwestfunk (SWF). Außerdem ist er regelmäßig mit dem Landesschau-Mobil unterwegs, das nächste Mal vom 6. Februar an in Fellbach. „Das wird ein Heimspiel.“ Von Berglen aus ist das schließlich nur ein Katzensprung

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