Der neugewählte AfD-Landessprecher Ralf Özkara (rechts) und der AfD-Fraktionsvorsitzende Jörg Meuthen jubeln beim Landesparteitag. Foto: dpa

Ralf Özkara ist überraschend zum AfD-Landeschef von Baden-Württemberg gewählt worden. Fraktionschef Jörg Meuthen hatte ihn zuvor stark unterstützt.

Sulz am Neckar - Aus dem Rennen um den Posten des AFD-Landeschefs von Baden-Württemberg ist überraschend der Kreischef von Rems-Murr, Ralf Özkara, als Sieger hervorgegangen. In einer Stichwahl setzte er sich am Samstag auf dem Landesparteitag in Sulz gegen die baden-württembergische AfD-Spitzenkandidatin für den Bundestag, Alice Weidel, durch. Für Özkara, den bisherigen Büroleiter von AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen, stimmten 224 Mitglieder. Auf die Unternehmerin Weidel entfielen 209 Stimmen.

Im ersten Wahlgang war noch ein dritter Kandidat angetreten, Quang Pham, der drei Stimmen erhielt. Weidel hatte zunächst mit 215 Stimmen zwar mehr als Özkara bekommen, aber nicht die erforderliche Mehrheit erreicht. Özkara war auf 212 Stimmen gekommen.

Während der Bewerbungsrede von Weidel hatte es Buh-Rufe und Beleidigungen aus dem Saal gegeben. Özkara war stark von Meuthen unterstützt worden, der in seiner Eröffnungsrede für die Trennung eines Vorstandsspitzenposten und eines Bundestagsmandats eingetreten war. Das wurde als ein Affront gegen Weidel angesehen.

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