Der Echterdinger Trainer Christopher Eisenhardt trifft mit den Seinen auf das beste Sturmduo der Staffel. Foto: Günter Bergmann

Der SV Bonlanden und der TV Echterdingen stehen vor kniffligen Aufgaben.

Filder - Preisfrage: was eint die beiden Fußball-Landesligisten von den Fildern trotz gänzlich unterschiedlicher Ausgangssituation an diesem Spieltag? Antwort: sie stehen vor wichtigen Aufgaben. So will der SV Bonlanden am Samstag die nächste Revanche schaffen und zugleich seinen soeben eroberten zweiten Tabellenplatz festigen. Mächtig unter Druck steht derweil der TV Echterdingen. Die Gelb-Schwarzen brauchen Punkte im Abstiegskampf, haben am Sonntag im bayerischen Buch aber ein schweres Auswärtsspiel.

SV Bonlanden – TSV Bad Boll

Teil eins seines Revanche-Doppelpacks hat das Bonlandener Aufgebot am vergangenen Wochenende souverän erledigt. Nach ihrer 0:1-Hinspielpleite haben die Filderstädter die zweite Saisonpartie gegen den TSV Blaustein mit 4:1 für sich entschieden und sich dank Patzer der Konkurrenz auf den Aufstiegsrelegationsrang verbessert. Zugleich setzt sich der Lauf der Serientäter von der Humboldt­straße damit fort. Mittlerweile stehen sie bei 14 Spielen nacheinander ohne Niederlage (neun Siege, fünf Unentschieden).

Beim zweiten Teil seiner erwähnten Mission will der Aufsteiger nun gegen den TSV Bad Boll etwas gutmachen. Auch gegen den gab es in der ersten Rundenhälfte eine ärgerliche 0:1-Schlappe. Doch Obacht: damals noch Tabellenletzter, hat sich der Gegner inzwischen deutlich gesteigert. Zuletzt sorgte er mit einem 1:0 gegen den Spitzenreiter TSG Hofherrnweiler für die Überraschung des Spieltags.

„Das wird für uns kein Selbstläufer. Mir ist es ohnehin schleierhaft, warum die Bad Boller trotz ihrer enormen Qualität nicht besser dastehen“, sagt der Trainer Klaus Kämmerer. Zur Verfügung hat er das gleiche Personal wie vor Wochenfrist. Offen ist noch, ob die zuletzt geschonten Stammkräfte Nico Presthofer und Sascha Häcker in die Startelf zurückkehren. Weiterhin außen vor ist Alexander Ringger, dessen Knieblessur sich in einer ersten Diagnose als Meniskuseinriss entpuppt hat. Ob noch Schlimmeres, muss eine weitere Untersuchung zeigen.

TSV Buch – TV Echterdingen

Im Unterschied zu ihrem Kontrahenten aus Bonlanden sind die Erinnerungen der Echterdinger Kicker an ihren nächsten Gegner positiv. So haben sich die Gelb-Schwarzen im Finale der vergangenen Saison mit einem 4:0 eben gegen den TSV Buch den seinerzeit fast schon nicht mehr für möglich geglaubten Klassenverbleib gesichert – ehe in der aktuellen Spielzeit erneut vor eigener Kulisse gegen den bayerischen Vorjahresaufsteiger mit einem 4:1 ein ähnlich deutlicher Erfolg gelang. In insgesamt sieben direkten Duellen gab es für die Bucher bis dato nur einen einzigen Sieg.

Eine Reihe guter Omen also für das Filderteam? Sicher ist: die Echterdinger stehen am Sonntag unter Druck. Nach der zuletzt bitteren 2:3-Heimpleite im Keller­duell mit dem TSV Neu-Ulm sind sie zurück mitten im Abstiegskampf. So sieht das auch der Trainer Christopher Eisenhardt, der mit den Seinen lediglich noch ein Polster von drei Punkten zum wahrscheinlichen Relegationsplatz 13 hat. „Die Schuld an dieser Situation tragen nur wir als Mannschaft. Daher müssen wir jetzt alle noch enger zusammenrücken und schauen, dass wir den Karren gemeinsam wieder flott bekommen“, sagt Eisenhardt.

Freilich: ein Spaziergang wird die Auswärtspartie beim Tabellenneunten ganz gewiss nicht. Denn dort geht es zum einen gegen das beste Sturmduo der Staffel: Timo Leitner und Manuel Schrapp bringen es aktuell zusammen auf 31 Saisontore. Sie sind in der Schützenliste Zweiter und Dritter. Zum anderen ist die Platzsituation in Buch speziell: Berüchtigt ist in der Liga der dortige kleine und abschüssige Naturrasen. Hinzu kommt eine bescheidene Echterdinger Personalsituation. Ein gutes halbes Dutzend von Eisenhardts Akteuren steht aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung, namentlich Dennis Garcia-Franco (Rotsperre), Simon Lechleitner, Philipp Widmayer, Marc Brodbeck, Thomas Ivan, Onur Aycil (alle verletzt) und Friedrich Pfeifer Koelln (weiter im Urlaub).

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: