Echterdinger Unglücksrabe: Lukas Haselmaier traf ins eigene Tor. Foto: Günter Bergmann

Für den TV Echterdingen ist bei seinem Angstgegner Köngen alles wie gehabt: fünfter Versuch seit 2012, fünfte Niederlage.

Köngen - Früher, als es noch Gewohnheit war, dass sich der große FC Bayern am Kaiserslauterner Betzenberg eine Schlappe abholte, wartete Paul Breitner einmal mit einem revolutionären Vorschlag auf: Man möge die Punkte doch künftig gleich mit der Post hinschicken, riet der damalige Fußballrebell halb im Spaß, halb im Frust – das Ergebnis sei ja eh das Gleiche, und so spare man Kosten und Fahrtaufwand. Vielleicht sollte der Landesligist TV Echterdingen ebenfalls eine solche Option in Betracht ziehen, wenn es um seine jährlichen Gastspiele beim TSV Köngen geht. Am Sonntag war jedenfalls alles wie gehabt: Zum fünften Mal versuchten sich die Gelb-Schwarzen seit 2012 auf dem Sportplatz Fuchsgrube – zum fünften Mal steckten sie eine Niederlage ein. „Es war ein ganz schlechtes Spiel von uns“, sagt der Trainer Aleksandar Kalic mit Blick auf das 0:2, nach welchem er mit den Seinen allmählich rechnen muss. Das Polster zur Abstiegszone ist auf magere zwei Punkte geschrumpft.

Der Trainer rätselt

Nach dem vor Wochenfrist in der Nachspielzeit kassierten Ausgleich gegen Weilheim handelte es sich um den nächsten Dämpfer für die vor dieser Saison noch so ambitionierten Echterdinger. Jene kamen auf einem schwer zu bespielenden Naturrasen überhaupt nicht in Tritt. Statt selbst die Initiative zu ergreifen, wie von Kalic gefordert, ließen sie ihren Gegner gewähren. „Zu abwartend, zu zaudernd – ich weiß nicht, woran es lag“, rätselt der Coach, der dann verfolgen musste, wie sein Team sogar noch die Produktion des Köngener Führungstors übernahm. Das ­i-Tüpfelchen zum verkorksten Nachmittag: Lukas Haselmaier unterlief im Strafraum ohne größere Bedrängnis ein Querschläger, der zum 0:1 im eigenen Netz landete.

Cosic mit Startelf-Debüt

Der Rest war ein uninspiriertes Echterdinger Mühen gegen nurmehr auf Konter lauernde und kampfstark verteidigende Gastgeber. Eben aus einem schnellen Gegenzug resultierte denn auch nach der Pause das zweite Gegentor. Der Schütze hieß Patrick Warth. Chancen für Kalics Elf? Die einzige klare hatte Max Knoll bereits in der Anfangsphase vergeben. Ein unglückliches Startelf-Debüt wurde es somit für Vinko Cosic, den von den A-Junioren intern aufgerückten Torjäger. Das Spiel lief an dem Youngster vorbei – so wie an allen Echterdingern an diesem Tag.

TSV Köngen:
Lache – Jan Horeth, Rafael Horeth, Kaiser, Manuel Horeth – Herrmann (51. Bouroutzis), Eitel, Zeller (60. Kryeziu), Waxmann (89. Ehrler) – Warth (78. Essert) – Baykara.

TV Echterdingen:
Haug – Rizzo, Zschorsch, Haselmaier, Kühnle (72. Brodbeck) – Hertel, Elsäßer (72. Haigis), Helber – Knoll, Cosic (76. Schaller), Kroer (78. Mädel).

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