Starker Auftritt: Nils Schaller bereitete nicht nur das 1:0 vor, sondern steuerte selbst noch zwei Treffer zum 4:0-Sieg des TV Echterdingen bei. Foto: Günter Bergmann

Der Landesligist TV Echterdingen gewinnt sein letztes Heimspiel 2018 gegen den FV Sontheim mit 4:0. Dem Trainer Christopher Eisenhardt fällt ein Stein vom Herzen.

Echterdingen - Der Landesliga-Aufsteiger FV Sontheim ist seinem Ruf als Aufbaugegner auf fremden Plätzen am Sonntag in den Echterdinger Goldäckern voll und ganz gerecht geworden. Nach den Klatschen in Geislingen (0:4), bei NAFI Stuttgart (0:7) und in Bad Boll (0:4) gab es für das Team um den Spielertrainer Marcus Mattick nun auch beim TV Echterdingen nichts zu holen. Die Gelb-Schwarzen besiegten den Ostalbclub deutlich mit 4:0 und durften so erstmals nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie wieder über drei Punkte jubeln – dies im letzten Heimspiel des Kalenderjahrs 2018. „Mir ist heute ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte der Echterdinger Trainer Christopher Eisenhardt nach dem Erfolg.

Im Klassement behalten Eisenhardt und die Seinen damit das untere Mittelfeld in Sichtweite. Zugleich hat das Ergebnis allerdings weniger Luft verschafft als erhofft. Der Grund: im TSV Bad Boll und dem TSV Blaustein haben an diesem Spieltag auch die unmittelbaren Tabellennachbarn drei Punkte eingefahren. Dennoch: Eisenhardt war nach dem Schlusspfiff sichtlich froh. Zum einen natürlich wegen der drei Zähler, zum anderen, weil die Seinen diesmal nicht nur mit Willen und Leidenschaft überzeugte haben, sondern auch spielerisch. Und last but not least: „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und endlich mal wieder zu Null gespielt“, sagte der Coach.

Chandolias mit gutem Comeback

An Letzterem hatte vor allem der Torwart Antonios Chandolias einen Anteil. Wie im Vorfeld von Eisenhardt bereits angedeutet, erhielt der 28-Jährige tatsächlich eine neue Chance – nach mehreren missratenen Auftritten aus der Anfangsphase der Saison und seitheriger Pause für ihn. In der ersten Viertelstunde parierte Chandolias gleich zwei Distanzschüsse (14./15), ehe er einen direkt getretenen Freistoß von Daniel Gentner über die Latte lenkte (26.). „Ich freue mich für ihn, dass er so gut gehalten hat“, sagte Eisenhardt, der in Michael Kraus den Ersatz vom Ersatz vom Ersatz auf der Bank sitzen hatte. Nach Valentin Haugs krankheitsbedingtem Ausfall hatte sich auch der Keeper Nummer drei, Honore Fokou Tendemnou, abgemeldet – zunächst wegen Kniebeschwerden, dann wegen eines Kurztripps nach Paris. Und auch aus der eigenen zweiten Mannschaft stand niemand als Aushilfe zur Verfügung.

Am Ende aber alles egal. Nachdem die Echterdinger gut ins Spiel gefunden, aber durch Simon Lechleitner, Nils Schaller und Duje Tokic beste Einschussmöglichkeiten nicht genutzt hatten, war es Tobias Heim, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für die viel umjubelte Führung sorgte. Nach einem Eckball von Schaller traf er aus dem Getümmel heraus. Die Gäste monierten zwar ein Handspiel, der Schiedsrichter Raimund Bailer ließ den Treffer nach Rücksprache mit seiner Linienrichterin Hildegard Bosch aber gelten.

Krasse gegnerische Fehler

Dem 2:0 und 3:0 im zweiten Durchgang gingen dann krasse individuelle Fehler des Gegners voraus. Im einen Fall verfehlte Ruben Ertle im eigenen Strafraum den Ball und machte damit den Weg für Schaller frei (49.). Im anderen erlief Friedrich Pfeifer Koelln einen missglückten Rückpass und netzte ein (79.) – ehe Schaller noch seinen zweiten Treffer folgen ließ.

„Wenn man sich solche individuellen Fehler erlaubt, ist es schwierig“, sagte Sontheims Spielertrainer Marcus Mattick. Die Fehler waren aber nicht der einzige Grund für die hohe Niederlage. „Wir kommen auswärts einfach nicht in die Zweikämpfe“, beklagte Mattick. Zuhause würden seine Mannen komplett anders auftreten: nämlich gar nicht wie ein Aufbaugegner.

TV Echterdingen:
Chandolias – Zogaj (83. Dobler), Stehle, Garcia-Franco, Hertel (86. Zugac) – Lechleitner, Heim – Aycil, Pfeifer Koelln (80. Köse), Tokic (74. Widmayer) – Schaller.

FV Sontheim/Brenz:
Manuel Renner – Gauß (71. Kropp), Kastler (83. Aciköz), Leoff, Hörger (74. Ritz) – Ertle (60. Böhm), Gentner, Mack, Kentiridis – Christoph Renner, Mattick.

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