Kämpferisch: Manuela Rukavina, die Vorsitzende des Landesfrauenrats Foto: privat

Wenn das Wahlrecht nicht geändert wird, werden es auch künftig wenige Frauen in den Landtag schaffen, sagt Manuela Rukavina. Die neue Vorsitzende des Landesfrauenrats will Druck machen.

Stuttgart - Dass im baden-württembergischen Landtag deutlich weniger Frauen mitentscheiden als in anderen Länderparlamenten, stört die Mehrheit der Abgeordneten kaum. Die von Grün-Rot angekündigte Änderung des Wahlrechts scheiterte unter anderem an der SPD. Damit will sich die neue Vorsitzende des Landesfrauenrats, Manuela Rukavina, nicht zufrieden geben.

 

Ihr Dachverband, der 51 Parteien und Organisationen mit über zwei Millionen Mitgliedern vertritt, will den Druck auf das Parlament erhöhen. Auch ein Bürgerentscheid werde geprüft, sagte Rukavina unserer Zeitung. 2011 rutschte der Anteil der weiblichen Abgeordneten im Land auf 19,1 Prozent, so wenige wie in den 90er Jahren.