Die Landesbank, hier der Haupteingang in Stuttgart, hat noch hohe Risiken im Tresor Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Stadt Stuttgart soll bis Ende 2019 für die Landesbank (LBBW) entsprechend des städtischen Anteils (18,932 Prozent) eine Rückgarantie in Höhe von 1,041 Milliarden Euro für den möglichen Totalausfall von Risikopapieren übernehmen.

Stuttgart - Die Nachwehen der Bankenkrise sind für die Landeshauptstadt noch nicht vorbei. Bis Ende 2019 soll sie für die Landesbank (LBBW) entsprechend des städtischen Anteils (18,932 Prozent) eine Rückgarantie in Höhe von 1,041 Milliarden Euro für den möglichen Totalausfall von Risikopapieren übernehmen. Die Papiere stammen aus der von der LBBW übernommenen Sachsen LB und werden von der irische Zweckgesellschaft Sealink Funding Ltd. gehalten.

Insgesamt sind von den LBBW-Trägern Land, Sparkassenverband und Stadt noch 5,5 Milliarden Euro abzusichern. Ursprünglich belief sich der Umfang der Schrottpapiere auf 17,3 Milliarden. Ein Komplettverkauf des Restes wie bei den Risikopapieren der LBBW oder der Bayern LB kann laut sächsischem Finanzministerium nicht verfügt werden. Erste Verluste aus dem weiteren Verkauf der Sealink-Papiere bis zu 2,75 Milliarden Euro muss der Freistaat Sachsen tragen.

Von seinem Ausfallrisiko wurden bereits 1 183 731 317,18 Euro in Anspruch genommen. Der Freistaat haftet damit mit noch rund 1,55 Milliarden Euro. Nach Einschätzung der LBBW liege der noch zu erwartende Verlust „innerhalb der Bürgschaft des Landes Sachsen“, wurden die Stadträte im Verwaltungsausschuss am Mittwoch nicht öffentlich informiert.

Die Garantie der LBBW-Eigentümer sei aber erforderlich, „um signifikante Eigenkapitalbelastungen auszuschließen“.

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