Seite 2Lanco und Pfisterer in Winterbach Pfisterer mitten im Umbruch

Von Oliver Hillinger 

Das Nachbarunternehmen, die Firma Pfisterer. befindet sich mitten im Umbruch. Nach Aussage des Vorstands Peter Hommel hat die Firma nach dem Zukauf eines Mitbewerbers im oberpfälzischen Wunsiedel inzwischen weltweit rund 2500 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 400 Millionen Euro, der jedoch stagniere. Das „Next Step“-Programm, eine komplette Umstrukturierung des Unternehmens mit Hilfe von Beratern, verbunden Auslagerung der Produktion von Winterbach nach Tschechien, war im vergangenen Sommer auf Kritik der IG Metall gestoßen. Auf Nachfrage bestätigt der Vorstand, dass die Verlagerung von 70 der 400 Arbeitsplätze in Winterbach weiterhin geplant sei. „Winterbach soll unser Entwicklungs-Hub werden“, formuliert er. Direkte Umzüge vom Remstal nach Tschechien werde es indes nur wenige geben. Nur ein Winterbacher Beschäftigter habe daran Interesse gezeigt, hinzu kämen einige Interessenten eines Standorts in der Schweiz.

Christian Friedrich, der die Firma Pfisterer als IG-Metall-Bevollmächtigter betreut, will diese Entwicklung nicht bestätigen. Ein im Frühjahr verabschiedetes Eckpunktepapier lege fest, dass bis 2020 keine betriebsbedingten Kündigungen bei Pfistere r möglich seien, sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. Aus Betriebsratskreisen heißt es, welche Arbeitsplätze verlagert würden, sei noch Gegenstand von Verhandlungen. Erst für das Ende diesen Jahres seien für Winterbach erste konkrete Veränderungen angekündigt. Diese Zeit werde vermutlich auch gebraucht, heißt es von Seiten des Betriebsrats. Denn der Standort in Tschechien, an welchen die Produktion aus dem Remstal zum großen Teil ausgelagert werden soll, sei erst im Aufbau.

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