Zwei Frauen auf Erfolgskurs: Katrin Ochs und Emma Waßmer (von links). Foto: Günter Bergmann

Beim Hofener Silvesterlauf und Leinfeldener Neujahrslauf sorgen zwei Frauen für die Topergebnisse – eine trotz zahnärztlichem Handicap.

Wie sagte die lachende Siegerin? „Eigentlich wollte ich hier nur einen lockeren Trainingslauf absolvieren und hatte nicht die Absicht, zu gewinnen.“ Doch manchmal kommt es eben anders als gedacht – in diesem Fall für Katrin Ochs. Obwohl nach einer Zahnoperation mit „dicker Backe“ unterwegs, hat die mehrfache deutsche Altersklassen-Meisterin der weiblichen Konkurrenz beim 26. Hofener Silvesterlauf keine Chance gelassen. Die 48-Jährige von der LG Filder rannte auf der 9,3 Kilometer langen Distanz entlang des Neckars allen anderen davon. Damit nicht genug: In 36:59,9 Minuten gelang ihr auch noch ein Streckenrekord.

 

„Dabei hatte ich einige Tage Trainingspause gehabt und hatte Antibiotika schlucken müssen“, berichtete Ochs. Auf den Plätzen folgten Lene Walser (37:33,7 Minuten) und Maria Daghoff (39:09,4 Minuten), beide vereinslos, mit deutlichem Abstand. Der Lohn für Ochs: eine Magnum-Flasche Sekt. Die holte sich unter den insgesamt 145 Startern auch der Beste der Männerklasse, Moritz Kilian (Renner Running), in 34:39,2 Minuten vor Yannick Baudy (SC Habsburger, 34:43,9) und Philipp Mayer (CSV Team Extreme, 35:09,6).

Für die Hofener Teilnehmer ging es gut neun Kilometer am Neckar entlang. Foto: Günter Bergmann

„Wir sind sehr zufrieden, wollten und konnten maximal 150 Teilnehmer zulassen, was bestens gepasst hat“, bilanzierte Frank Burkhardt vom Organisationsteam des Veranstaltervereins SKG Max-Eyth-See.

Nicht um Sekt, sondern traditionell um eine Torte einer örtlichen Bäckerei ging es 24 Stunden später für die Besten beim 10. Neujahrslauf „Rund um die keltische Viereckschanze“ in Leinfelden. Strahlende Gesichter schließlich auch bei den dortigen Machern: Die LG Filder verzeichnete mit ihren 140 beteiligten Läuferinnen und Läufern einen Teilnehmerrekord. Und dann kam noch die Zugabe: Einzelsieg doch Emma Waßmer aus dem eigenen Lager mit einem fulminanten Streckenrekord. Die 29-jährige Nellingerin blieb mit ihrer Siegerzeit von 38:57 Minuten als Erste unter der 40-Minuten-Grenze und distanzierte die zweitplatzierte Svenja Rayker (Laufteam Rennwerk, 41:58 Minuten) klar.

In der Männerklasse hieß der Torten-Gewinner David Landenberger (Tria Echterdingen, 36:45 Minuten), der im Vorjahr noch auf dem vierten Rang gelandet war. Diesmal passierte er den Zielstrich vor Christian Dihlmann (Laufteam Rennwerk).

Sieger in Leinfelden: Emma Waßmer und David Landenberger. Foto: Günter Bergmann

„Das Wetter war ideal, die Stimmung glänzend, die Leistungen großartig. Im nächsten Jahr gibt es ganz sicher die elfte Auflage“, lautete das Fazit von Philipp Steeb vom LG-Filder-Veranstaltungsteam.