Tür zu und gut? In Mehrfamilienhäusern ist es damit oft nicht getan. Wenn Nachbarn sich streiten, hat das laut einer aktuellen Umfrage am häufigsten mit Lärm zu tun. (Symbolfoto) Foto: dpa-Zentralbild

Laut einer Forsa-Umfrage streitet fast jeder Zweite mit seinen Nachbarn, dabei ist Lärmbelästigung der Streitauslöser Nummer eins. Aber auch „falsches“ Parken führt zu Zwist. Und: Die Norddeutschen sind am streitlustigsten.

Köln - Fast jeder zweite Deutsche streitet mit seinen Nachbarn. In einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten Forsa-Umfrage für die Gothaer Versicherung gaben 46 Prozent an, schon einmal Knatsch mit dem Nachbarn gehabt zu haben. 2014 war dies bei einer ähnlichen Umfrage nur jeder Dritte. Hauptauslöser für Streitigkeiten ist demnach Lärmbelästigung. In drei Viertel der Fälle (74 Prozent) sorgt dies für Nachbarschaftsstreit.

Es folgen falsch geparkte Autos (53 Prozent) sowie missachtete nachbarschaftliche Pflichten wie Schneeschippen oder die Treppenhausreinigung (52 Prozent). Auf Platz vier kommen Haustiere (48 Prozent).

Weihnachtsdeko und Gartenzwerge nerven kaum

Störende oder auffällige Dekorationen etwa zur Weihnachtszeit oder Gartenzwerge landen mit einem Anteil von gerade einmal sieben Prozent hingegen nur auf Platz zehn der typischen Ursachen für Nachbarschaftsstreit.

Norddeutsche sind der Umfrage zufolge am streitlustigsten. In Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein klagen demnach 54 Prozent über Probleme mit den Nachbarn. In den neuen Bundesländern haben hingegen nur 41 Prozent Erfahrungen mit Nachbarschaftsstreit.

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