Normalerweise muss sich ein Wirt eher um die betrunkenen Gäste sorgen. In diesem Fall war es andersherum. (Symbolbild) Foto: dpa/Lino Mirgeler

Ein Gast eines Lokals in Kuchen wollte als Letzter gehen, doch machte sich Sorgen um den betrunkenen Wirt und rief die Polizei. Die Beamten weckten den Wirt – und sorgten für die nächtliche Schließung der Gaststätte.

Kuchen - Ein betrunken schlafender Wirt sorgte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch für einen Einsatz der Polizei in Kuchen im Kreis Göppingen. „Ein Gast wollte als Letzter nach Hause, aber hat sich wohl um den Wirt gesorgt“, berichtet ein Polizeisprecher. Die alarmierten Polizisten weckten den Wirt und verlangten seine Gaststätten-Erlaubnis.

„Er kann nicht einfach volltrunken auf einer Bank liegen.“

Doch er war so betrunken, dass ihm das nicht mehr gelang. Ein Alkohol-Test ergab, dass der Wirt weit mehr als zwei Promille hatte. Die Polizei Geislingen sorgte für die nächtliche Schließung des Lokals und informierte das zuständige Gaststätten-Amt.

„Der Wirt hat nach dem Gaststättengesetz auch Verantwortung“, erklärte ein Polizeisprecher: „Er kann nicht einfach volltrunken auf einer Bank liegen.“ So müsse der Wirt beispielsweise auch die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren. Und ob er dieser Verpflichtung in seinem Zustand noch hätte nachkommen können, sei fraglich.