Erotik in der Literatur ist ein heikles Thema – und gerät allzuoft unfreiwillig komisch. Foto: dpa

Ob sich der Autor Christopher Bollen über diese Auszeichnung freut? Ein Literaturmagazin hat ihn für eine besonders schlechte Sexzene „geehrt“.

London - Der amerikanische Autor Christopher Bollen ist für die schlechtes Sexszene in der Literatur ausgezeichnet worden. Das britische Literaturmagazin „Literary Review“ verlieh Bollen und seinem Werk „The Destroyers“ in diesem Jahr die nicht ganz ernst gemeinte Auszeichnung für den Vergleich der Genitalien einer männlichen Figur mit einem Queue.

Bollens Thriller spielt auf einer griechischen Insel inmitten des internationalen Jetsets und wurde von der Kritik wohlwollend besprochen. Mit seiner Sexszene konnte er die Jury aber nicht überzeugen und gewann so gegen Finalisten wie Laurent Binet, Venetia Welby und Wilbur Smith den „Bad Sex in Fiction Award“.

Ziel der Auszeichnung ist es nach Angaben des Magazins, auf grobe und schlecht geschriebene Sexszenen in der Belletristik hinzuweisen. Explizit pornografische Werke werden nicht berücksichtigt. Bollen befindet sich mit der Auszeichnung in illustrer Gesellschaft: Vor ihm wurden bereits Sebastian Faulks und der verstorbene Norman Mailer geehrt. John Updike erhielt 2008, ein Jahr vor seinem Tod, den „Bad Sex“-Preis für sein Lebenswerk.

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