Das Foto hat uns eine Leserin geschickt. Ganz hinten: der geparkte Renault. Foto: Hilâl Gazi/StZN

Er hatte es wohl eilig: Ein Unbekannter hat am Freitagmorgen ein Auto in der Fußgängerunterführung des Ludwigsburger Bahnhofs geparkt – und ist dann verschwunden. Die Polizei ermittelt, denn die Aktion war nicht ungefährlich.

Ludwigsburg - Einen kurioseren Parkplatz hat vermutlich in Ludwigsburg noch niemand gewählt: Die Bundespolizei ermittelt gegen einen Unbekannten, der am Freitagmorgen mit einem Mietwagen durch die enge Fußgängerunterführung am Bahnhof gefahren ist. Auf Höhe der Treppen und Aufzüge zu den Gleisen 2 und 3 stellte der Schlaumeier den Wagen ab und verschwand – offenbar mit einem Zug. Seither fehlt jede Spur von ihm. Es lässt sich also nur vermuten, dass er es äußerst eilig hatte. „Wir sind gerade dabei, die Identität des Fahrers zu ermitteln“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Dem Fahrer drohen strafrechtliche Konsequenzen

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein gemietetes Elektroauto von Renault. Der Fahrer war über die Pflugfelder Straße durch den Westausgang in die Fußgängerunterführung gesteuert, die meist derart stark frequentiert ist, dass die Stadt demnächst eine zweite bauen will. Passanten beobachteten das ungewöhnliche Manöver und alarmierten die Polizei. „Der Wagen wurde ohne Fahrzeugführer aufgefunden“, berichtet die Bundespolizei in schönstem Beamtendeutsch. Der Wagen sei dann abgeschleppt worden. Klar sei, dass der Mann mit der Aktion mehrere Flucht- und Rettungswege versperrt habe. Ob der Falschparker damit nur eine Ordnungswidrigkeit begangen hat oder strafrechtliche Konsequenzen fürchten muss, konnte die Polizei am Freitag noch nicht beantworten.

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