Kritiker, Ausstellungsmacher – und Lyriker: Günther Wirth (1923-2015) Foto:  

Was macht die Kunst? Die „Stuttgarter Nachrichten“ geben Ausstellungs- und Termin-Tipps

Stuttgart - Jüngst hatte Volker Blumkowski noch einen Auftritt in der Galerie Schlichtenmaier, jetzt ist der Maler in der Themenschau „things falling apart“ im Ausstellungsraum Kunstbezirk in Stuttgart (Sieglehaus) dabei. Die Frage, was die Welt noch zusammenhält, stellen Arbeiten unter anderen von Uli Gsell, Susanne Wegner oder Elodie Pong. Tobias Wall spricht an diesem Freitag, 8. Februar, um 20 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung.

Hommage an Günther Wirth

Die diesjährige Jahresgabe der Ruoff-Stiftung in Nürtingen gilt dem 2015 verstorbenen Kunstvermittler Günther Wirth . Der Kritiker und Ausstellungsmacher veröffentlichte immer wieder auch eigene Gedichte. Einige Verse Wirths hat Hildegard Ruoff nun in Dialog mit Arbeiten von Fritz Ruoff gebracht. Vorgestellt wird die Jahresgabe an diesem Sonntag, 10. Februar, um 11 Uhr in der Ruoff-Stiftung (Schellingstraße 12). Zudem geben Katrin Burtschell und Britta Klein Einblicke in ihre Arbeit. Seit Dezember 2017 sichten sie den Sammlungsbestand der Ruoff-Stiftung neu.

Wolfgang Flad-Schau startet in der Galerie Reinhard Hauff

Was geschieht mit einem Menschen, der mit einem Messer bedroht wird? Der in Berlin lebende Reutlinger Künstler Wolfgang Flad beschäftigt sich aus eigener leidvoller Erfahrung mit dieser Frage. „Butterfly Effect“ heißt die Schau mit neuen Werken in der Galerie Reinhard Hauff in Stuttgart (Paulinenstraße 47). Eröffnung ist an diesem Freitag, 8. Februar, um 19 Uhr.

Im Kunstmuseum: „Fußball und Ekstase“

Andreas Gurskys Blick auf die berühmte „gelbe Wand“ der Fans von Borussia Dortmund in der Südkurve des nahezu immer mit 80 000 Besucherinnen und Besuchern gefüllten Fußballtempels in Dortmund zeigt in der aktuellen Sonderausstellung „Ekstase“ im Kunstmuseum Stuttgart die besondere Spanung des Fußballs auch auf den Tribünen. Am Donnerstag, 14. Februar, werden die Eindrücke noch eindringlicher: Als Gastspiel präsentiert das Theaterhaus Stuttgart um 19.30 Uhr im Kunstmuseum eine konzertante Lesung mit historischen Reportage-Momenten, frenetischen Fan-Gesängen und der Geschichte des weltberühmten Songs „You will never walk alone“ (der seinerseits auf das Theaterstück „Liliom“ von Franz Molnár zurückgeht. Der „Abend mit berauschenden und verstörenden Höhepunkten“ gehört zum Rahmenprogramm der noch bis zum 24. Februar zu sehenden „Ekstase“-Schau.

Galerie Edith Wahlandt vertraut der Linie

Mit einer Rede des Kunstwissenschaftlers Georg Imdahl hat die Galerie Edith Wahlandt in Stuttgart (Hölderlinstraße 55) am vergangenen Samstag ihre Schau „Der Linie folgen“ eröffnet. Die fein präsentierte Ausstellung darf Lehrcharakter beanspruchen und bietet mit Arbeiten von Erdmut Bramke, Rupprecht Geiger, Raimund Girke, Gerhard von Graevenitz, Klaus Heider, Ernst Hermanns, Katharina Hinsberg, Oskar Holweck, Norbert Kricke, Steffi Schöne, Beate Terfloth und Günther Uecker einen fulminanten Einblick in die konkret-konstruktive Kunst.

Adrienne Braun bei Sara Dahme

Zum Vormerken: Am Mittwoch, 20. Februar (Beginn: 19.30 Uhr) ist Adrienne Braun , Kunstjournalistin der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“, zu Gast in der Reihe „Sara Dahme trifft ....“ in den Räumen der Sammlung Froehlich (Leinfelden-Echterdingen, Kohlhammerstraße 20). Thema ist die „Zukunft privater Sammlungen und staatlicher Museen“. Der Eintritt ist frei, anmelden kann man sich unter info@sammlung-froehlich.de.

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