Am Wochenende findet der Kunstrasen 2013 statt. Foto: Rebecca Anna Fritzsche

Fünf Studenten der Kunstakademie am Weißenhof organisieren ein Fußballturnier für Kunst- und Designstudenten aus Deutschland und Europa.

S-Nord - Am kommenden Freitag beginnt der Kunstrasen 2013, das Fußballturnier für Kunststudenten aus Deutschland und Europa. Organisiert wird es von Jonathan Auch, Timm Henger, Max Borchert, Lara Dähne und Valentin Mackh. Außer Mackh, der freie Kunst studiert, sind alle im Studiengang Kommunikationsdesign der Staatlichen Akademie für Bildende Kunst am Weißenhof eingeschrieben.

Der Kunstrasen hat inzwischen Tradition: Seit 1991 wird das Turnier jährlich ausgetragen, mitmachen dürfen alle Mannschaften, die in enger Beziehung zu einer Kunstakademie oder anderen Hochschulen mit dem Schwerpunkt Design, Kunst, Film oder Gestaltung stehen. Begonnen wurde das Turnier von der Mannschaft „Kompressor Tizian“ von der Kunstakademie Düsseldorf, die es in den ersten vier Jahren auch gewann. 2006 war das Team der Kunstakademie am Weißenhof zum letzten Mal erfolgreich, deshalb sind die fünf Mitglieder des Organisationsteams, die auch alle mitspielen werden, besonders gewillt, ihr Bestes zu geben: „Unsere Mannschaft, der ‚Prager Frühling’, ist dieses Jahr schwer motiviert“, sagt Timm Henger. 2012 gab es in der Schweiz ein Vorrunden-Aus für den „Prager Frühling“, deshalb haben die Studenten in den vergangenen Monaten jede Woche trainiert. Außer dem „Prager Frühling“ wird die Kunstakademie wohl noch mit einer weiteren Mannschaft antreten.

Das Rahmenprogramm muss organisiert werden

Neben der Anmietung der Fußballplätze des SV Prag gilt es auch, ein Rahmenprogramm für die teilnehmenden Mannschaften zusammenzustellen. Am Freitag etwa beginnt nach der Anreise der Teams ein Fahnenworkshop: „Wir haben Stoffe organisiert, Sprühfarben und Tusche“, erklärt Lara Dähne. „Wer möchte, kann eine Teamflagge gestalten und diese bei der Eröffnungszeremonie verwenden.“ Auch Konzerte von Akademiebands sind geplant. „Außerdem kochen wir für 120 Leute“, erklärt Lara Dähne – allein die Logistik dafür sei schon aufwendig genug. Was es zum Frühstück gibt, steht allerdings schon fest: „Das Nutella-Müsli-Frühstück ist eine Tradition des Turniers“, sagt die Studentin. Dass die Organisation ein Riesenaufwand ist, das war den Fünfen schon vorher klar: „Wir waren uns nicht sicher, ob wir es machen wollen“, meint Timm Henger. „Letzten Endes haben wir ja gesagt, sonst wäre es vielleicht ausgefallen.“

Zwölf Mannschaften haben sich bisher angemeldet, sie kommen unter anderem aus Halle, Düsseldorf, Braunschweig, Bremen, Saarbrücken und Karlsruhe. Wer den Titel des 23. Akademie-Meisters holt, bekommt den goldenen Wanderpokal – 2012 war das die Braunschweiger Mannschaft. Auch das Lehrpersonal der Akademie unterstützt die Studenten: „Der Leiter der Keramikwerkstatt, Jong-Hyun Park, hat mehrere Pokale hergestellt“, sagt Timm Henger. „Jeweils für den ersten und den zweiten Platz sowie für den Torschützenkönig.“ Auch das Plakat für das Turnier ist Handarbeit: Timm Henger hat das Siebdruckdesign entworfen und in der akademieeigenen Werkstatt gedruckt. Finanziert wird das Turnier über das Startgeld der Mannschaften, verschiedene Sponsoren und Fördermittel der Studentenvertretung der Kunstakademie. „Wir denken, dass wir bei Null rauskommen werden“, sagt Lara Dähne. Die Studenten hoffen auch auf die Unterstützung und Hilfe ihrer Kommilitonen, wenn es um die praktische Durchführung des Turniers geht.

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