Mit viel Aufwand werden diese Woche die Skulpturen an ihre Standorte gebracht. Diese hier hat den Titel „B/loses schichten“. Foto: Gottfried Stoppel

Das Organisationsteam der Skulpturenschau „Köpfe am Korber Kopf“ hofft auf gutes Wetter am Muttertag. Denn zur Eröffnung der 20. Ausgabe hat es sich etwas Besonderes ausgedacht.

Am Muttertag, Sonntag, 10. Mai, können Besucher auf dem Korber Hausberg zwischen Kunstwerken und Weinreben tafeln. Ab 12 Uhr ist der Mittagstisch gedeckt, zuständig für die Verköstigung der Gäste ist Stuber Partyservice. Das Öko-Weingut Schmalzried und der Weinbauverein Korb und Steinreinach schenken ihre Weine aus. Der Handharmonikaclub Korb kümmert sich um die Kaffee- und Kuchentafel.

 

Als besonderes Schmankerl zum 20. Geburtstag der „Korber Köpfe“ lassen die Veranstalter für einen Tag eine Seilbahngondel auf den Korber Kopf hinaufschaffen. Gäste können darin Platz nehmen und sich den Film „Vom Seeplatz zum Korber Kopf“ anschauen. Um 14 Uhr begrüßt Bürgermeister Markus Motschenbacher die Besucher am Standort 1, danach bietet die Kunsthistorikerin Ute Schönfeld-Dörrfuß einen Rundgang zu den insgesamt zehn Skulpturen entlang des Weges an. Die New York City Dance School ist auch dabei. „Zehn Tänzerinnen umtanzen jede Skulptur“, erzählt Ruth Messer, die die Freiluft-Schau von Beginn an mit ihrem Mann Guido kuratiert hat. Außerdem wird Nicola Hallstein das Lied „Korber Liebe“ zum Besten geben.

Die 20. Runde der beliebten Skulpturenschau ist auch besonders, was die Auswahl der Kunstwerke angeht. „Das Schöne ist, dass wir die Menschen intensiv beteiligt haben. Es gab ja dieses Mal die Möglichkeit, die Ausstellung zu beeinflussen“, sagt Markus Motschenbacher. Er bedankte sich beim Organisationsteam, das aus dem Ehepaar Messer, Annemarie Luithardt und Manfred Schneider besteht. Viele Jahre war auch Manfred Plocher dabei. Dass der Korber Kopf zu einem Anziehungspunkt für Gäste aus der Region und darüber hinaus geworden sei, sei der „großartige Verdienst der Gruppe“, sagte der Bürgermeister.

Hier wird die Skulptur „Blick ins Blau“ an Ort und Stelle gehievt. Foto: Gottfried Stoppel

Der Kurator und Bildhauer Guido Messer bezeichnete die 20. Runde, bei der die „kunstsinnige Bevölkerung“ ihre Lieblinge der vergangenen Jahre wählen durfte, als eine schöne Auswahl. Einige Skulpturen, die aus der 19. Runde bereits dort oben sind, schafften es bei der Wahl auf die vorderen Plätze und dürfen ein weiteres Jahr am Korber Kopf stehen bleiben. Von den 618 gültigen Stimmen sahnte die Skulptur „Köpfe I-V“ von Charlott Szukala besonders viele ab. Das Kunstwerk aus Holz besteht aus fünf Frauen, welche die Künstlerin mit einer Kettensäge aus Eichenstämmen herausgeschnitten hat. Alles echte Charaktere, in deren Gesichtern man einiges entdecken kann.

Auch die preisgekrönte Skulptur „vis-à-vis“, die Gernot Zechling zusammen mit seiner Tochter Lisa Klimesch geschaffen hat, bleibt eine weitere Runde stehen. Gleiches gilt für diese beiden Amateurarbeiten: „Höhenflug und Erdenruf“ des Staufer-Gymnasiums Waiblingen und „Gedankenspiel“ der Kunst- und Jugendmusikschule Backnang. Als drittes Schülerkunstwerk ist „Was mir durch den Kopf geht“ zu sehen. Bei der Arbeit haben Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Schorndorf aus Bambusstäben einen mehr als drei Meter hohen Kopf geformt und sein Inneres mit eigenen Gedanken gefüllt.

Kostenloser Shuttle-Service am Eröffnungstag

Aus Runde 12 zurück ist Werner Bitzigeios Skulptur „Stille“. Der Künstler hat rostige Stahlstäbe zu einer Kugelskulptur verschweißt, die trotz ihres tonnenschweren Gewichts leicht und fast zerbrechlich wirkt. Aus der 13. Runde kehrt „B/loses schichten“ zurück, eine Arbeit aus gestapelten Hölzern, die Wolfgang Thiel zusammen mit seinen Kindern Dominic und Janina geschaffen hat. Horst Peter Schlotter hat bei den Skulpturen „Kopfbalance“ aus Holz und „Gedanke“ aus Bronze mehrere Köpfe aufeinander gestapelt, während Horst Wendland für seinen „Blick ins Blau“ einen halbmondförmigen Kopf aus Eisenblech in den Himmel schauen lässt. Guido Messer ist mit der Skulptur „Kopf und Hand“ aus Cortenstahl vertreten.

Wer den Besuch der Ausstellung mit einem Spaziergang verbinden möchte, kann vom Parkplatz Hanweiler Sattel zu Fuß in 20 Minuten zum Standort der ersten Skulptur gehen. Es pendelt am 10. Mai aber auch von 11 bis 17 Uhr ein kostenloser Shuttle-Service zwischen der Bushaltestelle am Seeplatz in der Korber Ortsmitte, dem Beginn des Fußwegs gegenüber dem Parkplatz am Hanweiler Sattel und dem Standort Nr. 10.

Speziell für Familien gibt es in diesem Sommer erstmals eine Rätseltour rund um die Kunstwerke. Heike Scharmann vom Erlebnislabor Weinstadt bietet sie für Eltern und kleine wie auch ältere Kinder an vier Sonntagen an, der erste ist am 17. Mai. Weitere Termine sind der 7. Juni, 26. Juli und der 23. August. Die Rätseltour findet jeweils von 14 bis 16 Uhr statt, die Teilnahme ist kostenlos. Allerdings ist eine Anmeldung nötig unter der E-Mail-Adresse post@erlebnislabor.de oder der Telefonnummer 0176/56734369.