Frida Kahlos Bilder gleichen wie ihr Leben einer wilden Achterbahnfahrt. Jetzt gastiert die Show „Viva Frida Kahlo“ in der Schleyerhalle. Gibt es noch mehr Frida Kahlo in Stuttgart?
Von diesem Mittwoch, 3. Dezember, an, verwandelt die Multimedia-Show „Viva Frida Kahlo“ die Stuttgarter Schleyerhalle in eine begehbare Bühne der Farbexplosionen – inspiriert durch das Leben und die Bilder der mexikanischen Malerin Frida Kahlo (1907-1954).
Doch nicht nur die zuvor unter anderem in Köln und Berlin gezeigte Alegria-Produktion „Viva Frida Kahlo“ wagt den Tanz auf dem Frida-Kahlo-Vulkan großer Gefühle.
„Frida – Viva La Vida!“ heißt ein 2022 erstmals im Theater tri-bühne (Eberhardstraße 61A) präsentiertes Stück, das an diesem Freitag und Samstag, 5. und 6. Dezember, jeweils um 19 Uhr wieder zu sehen ist. „Mit Humor und Ernsthaftigkeit, mit poetischen, musikalischen und theatralen Mitteln“, schrieb unsere Kritikerin nach der Premiere, agiere das Stück – und notierte zu Frida Kahlo: Wenn sie liebt, liebt sie. Wenn sie hasst, hasst sie. Beständig ist sie in ihrem Pochen auf Wahrhaftigkeit und in ihrer leidensreichen Lebenslust.
Nicht zu sehen bekommt man in Stuttgart Originale von Frida Kahlo. Nach einer weiter gültigen Verfügung ihres Mannes Diego Rivera dürfen Werke aus dem Nachlass Mexiko nicht verlassen. Höchst selten taucht ein Bild aus Sammlungen auf dem internationalen Kunstmarkt auf – und sorgt wie jüngst für Furore. So ist das Selbstporträt „El sueño (La cama)“ (Der Traum/Das Zimmer) Mitte November im Auktionshaus Sotherby’s in New York für rund 54,7 Millionen Dollar (etwa 47,4 Millionen Euro) versteigert worden. Es ist damit das teuerste je bei einer Auktion verkaufte Werk einer Künstlerin.
Frida Kahlo in Stuttgart: Ausstellungsshow in der Schleyerhalle und Theaterabend
Stuttgart freut sich über die doppelte Frida Kahlo – die Alegria-Show in der Schleyerhalle und die Theaterfassung in der Tri-Bühne. Eindringlich bleibt derweil für alle, die sich für Frida Kahlo interessieren, die klare Zuordnung von Farben zu Gefühlen. Anfang der 1940er Jahre notierte die Malerin die Bedeutung ihrer Farben in ihrem Tagebuch. Zu lesen ist da:
- Grün = warmes, gutes Licht
- Rötliches Purpur = aztekisch, Tlapalli, altes Blut des Birnenkaktus, die lebendigste und älteste Farbe
- Braun = Farbe des Muttermals, des vergehenden Blattes, die Erde
- Gelb = Wahnsinn, Krankheit, Angst; ein Teil der Sonne und Freude
- Kobaltblau = Elektrizität und Reinheit, Liebe
- Schwarz = nichts ist schwarz, wirklich überhaupt nichts
- Laubgrün = Blätter, Trauer, Wissenschaft; ganz Deutschland hat diese Farbe
- Grünliches Gelb = noch mehr Wahnsinn und Geheimnis; alle Gespenster tragen Anzüge in dieser Farbe, oder zumindest kommt die Farbe in der Unterkleidung vor
- Dunkelgrün = die Farbe von schlechten Nachrichten und guten Geschäften
- Marineblau = Entfernung; auch Zärtlichkeit kann von diesem Blau sein
- Magenta = Blut? Na wer weiß?!