Impfgegner, die in der Pflege arbeiten, demonstrierten am Samstagnachmittag im Stadtgarten gegen eine drohende Impfpflicht. Foto: Haar

Kundgebung lockt rund 200 Pflegekräfte in den Stuttgarter Stadtgarten, die für eine Unversehrtheit ihres Körpers und gegen eine Impfpflicht demonstrierten.

Stuttgart - In den Gesichtern der rund 200 Demonstranten aus der Pflege spiegelte sich Entschlossenheit wider. Alle waren entschlossen, sich nicht mit einem Vakzin gegen Covid impfen zu lassen – und sie zeigten Haltung gegen eine drohende Impfpflicht. Alle, die an diesem Samstagnachmittag in den Stadtgarten pilgerten, folgten damit dem Ruf eines privaten Veranstalters. Der Mann, der seinen Namen nicht nennen wollte und in der Pflege behinderter Menschen arbeitet, gab der Kundgebung folgenden Titel: „Schaut endlich hin! Die Pflege hat fertig!“

Widerstand als letztes Mittel

Allerdings ging es den Organisatoren weniger um die Überlastung des Pflegepersonals in den Intensivstationen, sondern vielmehr um ihre körperliche Unversehrtheit, die im Grundgesetz festgeschrieben ist. Entsprechenden Inhalt hatten auch die Parolen auf den Transparenten: „Coronawahnsinn stoppen“, „Freie Impfentscheidung“ oder „Menschenrechte auch für Ungeimpfte“. Eine andere Demonstrantin trug den Spruch ihres Transparentes auch auf den Lippen: „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Das Zitat, das gerne Bertolt Brecht zugeschrieben wird und in der Zeit der Anti-Atomkraftbewegung 1974 für den Widerstand aller Art salonfähig wurde, relativiert den absoluten Vorrang der Rechtssicherheit, durch ein natur- und vernunftrechtlich begründetes Gerechtigkeitsempfinden. Damit wird Widerstand als letztes Mittel akzeptiert. Gleichwohl betonte ein Mann aus dem Demo-Organisationsteam, „dass man nicht Hass will, sondern Liebe unter die Menschen bringen will“. Trotz der Liebesbotschaft schickte die Polizei zehn Einsatzfahrzeuge mit entsprechender Besetzung in den Stadtgarten, um den Frieden zu gewährleisten.

Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffs

Die Motivation der Demo-Teilnehmer, sich nicht impfen zu lassen, blieb indes vage. Auf Nachfrage kamen Stichworte wie, „Diskriminierung“, „drohendes Berufsverbot“ und das „verbriefte Recht auf Unversehrtheit“. Der Mann, der die Demo organisiert hatte, nannte noch einen weiteren Grund: Die Politik habe in Bezug auf die Wirksamkeit der Impfstoffe gelogen. In seinem Arbeitsbereich gebe es zahlreiche Impfdurchbrüche. Offensichtlich zweifelt er damit nicht nur die Wirksamkeit der Corona-Vakzine an, sondern geht damit gleichzeitig auch von riskanten Nebenwirkungen aus.

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