Fritz Kuhn (links), Oberbürgermeister von Stuttgart, hat von Wieland Backes eine Studie zur Kulturmeile überreicht bekommen. Foto: dpa

In der Diskussion über die Zukunft der Kulturmeile Stuttgart hat der Verein Aufbruch am Freitag einen Neubau der Oper vorgeschlagen. Außerdem solle die B14 verkleinert werden.

Stuttgart - In der Diskussion um die Zukunft der Kulturmeile in der Landeshauptstadt spricht sich die Bürgerinitiative „Aufbruch Stuttgart“ für einen Opern-Neubau aus. Die geplante umfangreiche Sanierung des alten Opernhauses - verbunden mit hohen Bau- und Kostenrisiken - sei ein „Irrweg“, teilte der Verein am Freitag mit. Das denkmalgeschützte Operngebäude von Architekt Max Littmann solle „maßvoll saniert“ werden und - neben Ballettaufführungen und Konzerten - nur für Opern-Inszenierungen mit wenig aufwendiger Bühnenbildtechnik genutzt werden. Ihre Vorschläge übergab die Initiative an Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne).

Die Stadt arbeitet nach Angaben einer Sprecherin gerade an einem Konzept für eine Interimsspielstätte an den Wagenhallen. Ziel sei es, dass die Gremien von Stadt und Land Ende des Jahres über das Interim sowie die auf mehrere Hundert Millionen Euro geschätzte Opernsanierung abstimmen.

Der „Aufbruch“ regte zudem an, die stark befahrene Bundesstraße 14, die mit bis zu zehn Spuren die Kulturmeile zerschneidet, auf maximal zwei bis vier Spuren zu reduzieren. Die Ideen stammten von fünf Architekturbüros, die der Zusammenschluss zu einem Workshop im November eingeladen habe, sagte Vorstand Wieland Backes.

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