Ein nicht genau datiertes Foto, vermutlich Ende der 50er-Jahre aufgenommen, zeigt den Wagenburgtunnel. "Die Röhre" hat es damals noch nicht gegeben. Wenn die Bauarbeiten für Stuttgart 21 weiter voranschreiten, wird der Musikclub zumindest an seinem angestammten Platz in einigen Monaten Geschichte sein. Warum das nicht nur für ihn selbst, sondern auch für Stuttgart ein herber Verlust ist, erzählt Betreiber Peter Reinhardt in der Bilderstrecke. Foto: Röhre

Wohin geht die Röhre, wenn Bagger kommen? Ein Gespräch über Subventionspolitik.

Stuttgart - Es ist ein nervenaufreibendes Tauziehen - eigentlich hätte "Die Röhre" schon am 31. Dezember dicht machen müssen. Die Kündigung war nicht rechtens und so bleiben die Kapitäne Peter Reinhardt, Nanno Smeets und Jan Drusche munter weiter auf dem sinkenden Schiff. Zum Lachen ist den Clubbetreibern mit dem beständigen Damoklesschwert im Nacken aber schon lange nicht mehr zumute. Kurzfristig werden sie nun wohl das Feld räumen müssen, wenn die Bagger für Stuttgart 21 anrollen.

Reinhardt: "Vor Ende des Jahres wird nichts passieren"

Vor Ende des Jahres rechnet Reinhardt aber nicht mit einer Schließung. Dass mit der Röhre auch ein Stück Alternativkultur in Stuttgart begraben wird, schmerzt ihn sehr. Bisherige Raumangebote der Stadt sind für ihn nur "Alibilösungen".

Eine Geschichte in Bildern über die Subventionspolitik und das Kulturverständnis in der Landeshauptstadt.

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