Mikrofotografie von Manfred P. Kage wird als Performance zu Livemusik des Musikerkollektivs Metabolismus auf das Göppinger Rathaus projiziert. Foto: GOgrafix

Die Göppinger Kulturnacht verspricht viele wunderbare Begegnungen – und zeigt sogar ein Herz für Kinder.

Göppingen - Bunt, vielfältig und lang verspricht die diesjährige Göppinger Kulturnacht am Samstag, 24. Juni, zu werden. Von 19 bis 1 Uhr bieten 120 Mitwirkende Ausstellungen, Lesungen, Theater, Performances, Installationen und Live-Musik. Und auch wenn eine einzige Nacht viel zu kurz sei, um die vielfältige Kulturszene in ihrer ganzen Bandbreite zu zeigen, wie Almut Cobet meint, empfiehlt die Erste Bürgermeisterin den Göppingern den Besuch wärmstens.

Auf dem Marktplatz wird eine kesse Sohle riskiert

An 27 Orten im Stadtgebiet wartet auf die Gäste ein abwechslungsreiches Programm auf Bühnen, in Ateliers, in Kirchen und Museen. Schon vor dem eigentlichen Beginn überreicht der Oberbürgermeister Guido Till um 18.30 Uhr auf dem Marktplatz den diesjährigen Kulturpreis des Stadtverbandes Kultur. Anschließend laden Tanzgruppen der interkulturellen Vereine zum Tanz ein. Für Stimmung sorgen wollen die alevitische Gemeinde, serbische, italienische, philippinische, albanische und kroatische Gruppen. Hinzu kommen die Folkloregruppe des Kulturvereins Bosnien-Herzegowina, der Union Latinoamerica sowie Akteure mit spanischen, griechischen und afrikanischen Wurzeln.

Wundersame Bilder verspricht zudem die Großprojektion auf die Rathausfassade mit Bildern des Mikrofotografen Manfred P. Kageaus Lauterstein. Dieses optische Konzert um 22 und um 23 Uhr wartet mit Naturvorgängen im Mikrobereich wie gesteuertem Kristallwachstum, Effekten durch Glasfaseroptiken und Flüssigkeitsschlieren auf. Akustisch untermalt wird die Schau vom Göppinger Musikerkollektiv Metabolismus.

Masken, Fotos und noch mehr Überraschungen

Auch Familien sollen am Samstag kulturell auf ihre Kosten kommen. Dazu bietet beispielsweise das Kinderhaus Don Bosco in der Nördlichen Ringstraße 19 bereits von 16 Uhr an einen kleinen Kunsthandwerkermarkt zum Mitmachen, wo gefilzt, genäht und gemalt werden kann. In der Kunsthalle präsentieren Jugendliche mit Flucht-, Migrations- und Sehnsuchtserfahrung Ergebnisse eines Fotoworkshops und einen im Bodenfeld entstandenen sogenannten fiktiven Dokumentarfilm. Ergreifende Einsichten verspricht auch die Schau im Psychiatriemuseum Museele im Klinikum Christophsbad „Maske & Alter Ego“. Ausklingen lassen kann man den Abend auch beim siebten Pessac-Weinfest, das am Samstag bereits um 18 Uhr auf dem Uhlandschulhof beginnt.

Jazz und Poetry Slam in den Zubringerbussen

Die Busroute für die Göppinger Kulturnacht am Samstag, 24. Juni, gleicht einer liegenden Acht, deren Schnittpunkt an der Haltestelle Bahnhofstraße/Kreissparkasse eine Umstiegsmöglichkeit bietet. In zwei Schleifen werden alle Haltepunkte im Stadtgebiet von der Kreissparkasse bis zur Mauch’schen Villa sowie im Bereich Faurndau und Jebenhausen erreicht. In den Bussen werden Jazz und Poetry Slam geboten. Da fünf Busse im Einsatz sind, soll die Wartezeit maximal 15 Minuten betragen. Auch der Zubringer-Busverkehr von und nach Göppingen ist in dieser Nacht kostenlos.

Infostand:
Auf dem Marktplatz ist von 10 bis 17 Uhr an einem Infostand alles Wissenswerte zur Kulturnacht zu erfahren.

Neulinge
: Erstmals bietet sich die Waldorfschule Filstal als Station an mit dem griechischen Spiel „Demeter und Persephone“, mit Schülerensembles und einer Prisecco-Bar. Die Michael-Kirche wartet mit Chansons, einer Architekturführung und dem Marionettentheater „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ auf.

Jugendkulturtage
: Am Samstag, 24. Juni, beginnen auch die Göppinger Jugendkulturtage in der Stadtkirche und auf dem Schlossplatz, die bis 6. Juli dauern. Mitarbeiter des evangelischen Jugendwerks präsentieren von 19.30 Uhr an ihre vielfältigen Talente.

Süßen
: Die dritte Süßener Kulturnacht steht an diesem Freitag ebenfalls an. Die beginnt um 20 Uhr und spielt sich zwischen Rathaus und Zehntscheuer ab. Geboten werden eine Lesung mit Oliver Pötzsch, Komisches vom Linkmichel und Jazz mit dem Chris Geisler Quartett.

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