Musikfestival Nice Noise Now fand auf dem Kleinen Schlossplatz in Stuttgart im Sommer 2015 statt. Viele Veranstalter sind derzeit aufgrund der Coronapandemie in der Krise. (Archivbild) Foto: FACTUM-WEISE/factum / simon granville

Bis zu 80 Millionen Euro sollen als Unterstützung in die angeschlagene Kulturszene fließen. Viele kleine und mittelständische Unternehmen sind derzeit in ihrer Existenz bedroht.

Berlin - Im Rahmen des Milliardenpakets zur Stützung für die Kulturszene in der Coronakrise fördert der Bund Musikfestivals und Livemusik-Veranstalter mit bis zu 80 Millionen Euro. Insgesamt seien rund 150 Millionen Euro für die Musikbranche vorgesehen, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Weitere Hilfen für Clubs und Livemusik-Spielstätten, Musikverlage und Musikfachhandel seien geplant.

„Seit Beginn der Corona-Krise finden nahezu keine Konzerte mehr statt, auch der Festival-Sommer musste fast komplett ausfallen“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Dadurch seien viele kleine und mittelständische Unternehmen der Live-Branche in ihrer Existenz bedroht. Ziel der Förderung sei es, „die immense Vielfalt unseres Musiklebens in den Metropolen, den Städten und auf dem Land abzusichern“.

Musikfestivals können bis zu 250 000 Euro erhalten, Veranstalter von Livemusik-Programmen bis zu 800 000 Euro. Als digitalen Ersatz für zahlreiche in diesem Jahr ausfallende Festivals haben Veranstalter für das kommende Wochenende (21.-23.8.) ein gemeinsames Online-Festival angekündigt. Dafür haben rund 150 Festivals ein Programm aus Live-Auftritten, Dokumentationen, Konzertmitschnitten, Talks und Show-Elementen zusammengestellt.

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