Kübelesrennen in Bad Cannstatt: Das Team der Waschweiber im Wettkampf mit den Beamten vom Revier 6 Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Mit dem Kübelesrennen hat der Fasching in Bad Cannstatt am Donnerstag den Höhepunkt erreicht. 30 Teams mit Lokalprominenz wetteiferten um den Sieg im Hindernisparcours. Am Ende hatten die CDU-Stadträte die Nase vorn.

Stuttgart - Das Kübelesrennen ist für Überraschungen gut. Siegeszuversicht hilft nicht immer beim Wettlauf zweier Teams gegeneinander in großen Holzkübeln auf drei wackeligen Gummirädern.

Ein Teamteilnehmer schiebt, einer sitzt im Kübel, der dritte im Bunde trägt die Fahne mit dem Namen der Mannschaft. Auf Kommando geht es in den Hindernisparcours. Erst gilt es eine Wippe zu überfahren, dann muss ein Fisch mit einer hakenbewehrten Stange aus einem Zuber gefischt werden. Anschließend bauen die Teams Stadttore aus wackeligen Styroporblöcken, die anschließend durchfahren werden müssen. Quasi im Vorbeifahren wird eine Mondfigur durch Fingertipp auf den Lichtschalter beleuchtet, beim eisernen Roland muss eine Zielscheibe mit dem Kopf getroffen werden, und Hochspringen ist gefragt, wenn beim letzten Hindernis eine Glocke an einem Gerüst zum Tönen gebracht werden soll.

„Wir gehen davon aus, dass wir wie im Vorjahr den Titel holen“, sagt Rolf Lübke vom Team der Prominentenkicker. Doch daraus wird nichts: Die allzu Siegessicheren landen auf Rang vier. Den ersten Platz schafft die CDU-Gemeinderatsfraktion mit den Stadträten Cornelius Kübler, Joachim Rudolf und Fabian Mayer. Das Team der Stadtkirche am Narrenbaum mit Diakon Eberhard Steinhilber, Stadtpfarrer Florian Link und Dekan Eckard Schulz Berg erreicht den zweiten Rang, gefolgt von Schulleiter Christian Klemmer, Armin Schwarzkopf und Andreas Steffen vom Team des Johannes-Kepler-Gymnasiums. „

Heute werden wir sämtliche Verkehrsregeln missachten, wir fahren ja auf einem abgesperrten Areal“, sagt Thomas Engelhardt, vom Polizeirevier 6 in Bad Cannstatt. Obwohl die zarte Sachbearbeiterin Jenny Dankesreiter von dem Hünen Max Peter geschoben wird, kommt die Polizei nur auf Rang 18. Da macht es das Team der Karnevalsgesellschaft Schwarze Störche um die bezaubernde Prinzessin Tanja I. besser. Es landet auf dem sechsten Platz.

Der Schmotzige Donnerstag hatte am Morgen mit dem närrischen Wochenmarkt begonnen, bei dem kostümierte Marktverkäufer die Kundschaft bedienten und Küblerbüttel Wolfgang Pfeffer und seine Frau Isolde auf der Bühne mit Vertretern der Stuttgarter Karnevalsvereine auf die heißen Tage des Faschings einstimmten. Um 18.30 Uhr stürmten die Narren unter Oberkübler Steffen Kauderer das Rathaus und nahmen Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler das Heft aus der Hand.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: