Kroatiens Nationalelf Mandzukic tritt mit emotionalem Brief zurück

Von red/dpa 

Mario Mandzukic beim Empfang der kroatischen Nationalelf nach der WM. Foto: XinHua
Mario Mandzukic beim Empfang der kroatischen Nationalelf nach der WM. Foto: XinHua

Der frühere Bayern-Stürmer Mario Mandzukic hat seinen Rücktritt aus der kroatischen Nationalmannschaft bekannt gegeben. Mit einem emotionalen Brief wandte er sich an seine Fans.

Zagreb - Der frühere Bayern-Stürmer Mario Mandzukic hat einen Monat nach dem verlorenen WM-Finale seinen Rücktritt aus der kroatischen Nationalmannschaft bekannt gegeben. In einem vom Fußballverband seines Heimatlandes veröffentlichten emotionalen Brief verabschiedete sich der Juventus-Stürmer am Donnerstag. „Ich habe immer lieber auf dem Spielfeld als abseits davon gesprochen, schrieb der 32-Jährige. „Daher sind diese Worte schwieriger als in einen harten Zweikampf zu gehen oder in der 120. Minute zu sprinten.“

Die Entscheidung sei schwierig, da er wisse, welche Ehre es sei, das kroatische Trikot anzuziehen und sein Land zu vertreten, so Mandzukic. Nach diesen Worten gebe es kein Zurück mehr. „Aber ich weiß, dass es nun Zeit für genau diese Worte ist...Ich verabschiede mich von der Nationalmannschaft.“

Wichtigster Moment der Karriere

Obwohl ihm der zweite Platz bei der WM neue Energie gab, habe es diese schwierige Entscheidung auch leichter gemacht. „Wir haben unseren Traum verwirklicht, einen historischen Erfolg errungen und gleichzeitig die unglaubliche Liebe der Fans erlebt“, schrieb der Kroate weiter. Der Empfang des Teams nach der WM bleibe der wichtigste Moment seiner Karriere. „Es gibt keinen perfekten Moment, um zu gehen. Ich glaube, wenn wir könnten, würden wir für Kroatien spielen, solange wir leben, denn es gibt keine größere Ehre. Aber ich glaube, für mich ist der Zeitpunkt jetzt gekommen.“

Vor seinem Wechsel nach Italien 2015 spielte Mandzukic eine Saison in Madrid bei Atlético, zuvor bei Bayern und Wolfsburg. In seinen 89 Spielen seit 2007 für Kroatiens Nationalmannschaft erzielte er 33 Tore. In Russland schoss er Kroatien gegen England ins Endspiel. Im Finale gegen Frankreich erzielte er ein Eigentor und einen Treffer zum 2:4.

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