Die Polizei regelte den Verkehr am Kreisverkehr im Scharnhauser Park. Foto: SDMG// Schulz

Etliche Besucher der „Flammenden Sterne“ suchten vergeblich nach den Unwetter-Schutzräumen. Das löste nach der Räumung des Platzes wegen des Gewitters am Freitag im Scharnhauser Park Unmut aus.

Mit großen Schildern waren die Unwetter-Schutzräume im Scharnhauser Park während des Feuerwerksfestivals „Flammende Sterne“ am Wochenende ausgewiesen. Als der Platz am Freitag wegen des Gewitters kurz vor dem geplanten Beginn des belgischen Feuerwerks geräumt werden musste, klagten etliche Besucher, dass sie die Räume dennoch nicht fanden. Sie stellten sich unter Hausdächern oder in Tiefgaragen unter. Neben dem Parkchaos auf den Wiesenplätzen verursachte so auch das Sicherheitskonzept einigen Unmut.

 

Diesbezüglich sei die Kommunikation nicht optimal gelaufen, räumt Jürgen Wünsche, der Veranstalter von der Event- und Marketingfirma ein. „Wir haben das Sicherheitspersonal gefragt, und die wussten nicht, wo die Schutzräume sind“, machte ein Festivalbesucher seinem Unmut Luft. Auch der Sprecher habe nur die Räumung des Platzes angekündigt, aber nicht mitgeteilt, wo die Räume eigentlich sind. Diese befanden sich rund einen Kilometer entfernt von der Abschusszone des Feuerwerks im Stadthaus im Scharnhauser Park sowie schräg gegenüber in der Turnhalle der Schule im Park. Da er und seine Begleitung die Räume nicht gefunden hätten, „haben wir die Stadtbahn genommen und sind heimgefahren.“ Denn er habe nicht gewusst, ob das Feuerwerk noch stattfindet: „Da hätte man doch über die sozialen Medien informieren können.“ Bei anderen Festivals sei das auch möglich.

Der Veranstalter will nun bei der Kommunikation nachbessern

Das Sicherheitskonzept haben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste erarbeitet. Der Veranstalter will nun bei der Kommunikation nachbessern. „Wir sind immer dankbar für konstruktive Kritik“, reagierte Jürgen Wünsche auf die Kritik an der Umsetzung. Im nächsten Jahr werde man dafür sorgen, dass nicht nur das Sicherheitspersonal genau instruiert sei, wo sich die Schutzräume befinden, und „proaktiv“ darauf hinweise. Auch der Sprecher werde im Fall eines Gewitters angewiesen, genau deren Standort zu benennen. Auf der sehr übersichtlichen Karte, die auf der Homepage des Veranstalters abgebildet ist, war der Standort der Schutzräume ebenfalls nicht zu finden.