Mit einer Oster-Doppelfolge verabschieden sich die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) aus dem Münchner Tatort. Wie war der Abschied?
Was taugt „Unvergänglich“, der Abschiedstatort von Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) in zwei Folgen?
Die Handlung in zwei Sätzen pro Folge
Letzter Fall für die Münchner Kommissare am Ostersonntag, nur vier Tage bleiben den angehenden Pensionären zum Ermitteln. Im 99. Fall ihrer 35-jährigen Tatort-Karriere finden sie heraus, dass sich Kleinkriminelle in Ferienwohnungen eingenistet und dabei eine rechtmäßige Mieterin erschossen haben. Der 100. Fall am Ostermontag klärt die Fragen auf, die für die zwei Spürnasen offen blieben. Ihr alter Kumpel Carlo taucht auf und zeigt ihnen Verbindungen zur Organisierten Kriminalität auf.
Kongenial nehmen die beiden Münchner einen letzten Fall an
Sauber bis zuletzt: Zwei sehr klassische Krimis, im zweiten Teil gelöst mit unkonventionellen Methoden. Ein würdiger Abgang: Nicht überdreht, nicht „gewollt und nicht gekonnt“, sondern routiniert auf höchstem Niveau mit allen Macken und Kanten, die sich in den 35 Jahren des kongenialen Tuns der Herren Batic und Leitmayr – und der privat befreundeten Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl – eingespielt haben. Und der Titel „Unvergänglich“ – ein Liebesbeweis der Redaktion?
Zahl der Leichen
Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war das Finale des Duos noch streng geheim; selbst im Vorab-Streaming für die Presse hat der BR nicht verraten, ob Batic und Leitmayr ihrem Mantra entsprechend durchkommen: „Bloß nicht erschießen lassen im letzen Fall!“ Erst tun sie entspannt, dann können sie doch loslassen, mit theatralischer Bruddelei: „Des hätt mr uns alles sparn können, wenn der Kalli sei Arbeit gscheit gmacht hätt – aber nein, stur nach Vorschrift!“ Nicht so ganz ihr Stil, aber „der Kalli“ übernimmt.
Abschiedsschmerz
Noten
Spannung: 3 für Folge 99, 1 für Folge 100
Logik: 3 für Folge 99, 2 für Folge 100