An mehreren Zebrastreifen in Marbach am Neckar wird die Beleuchtung erneuert. Die alten Lampen wurden aber abmontiert, ohne Ersatz parat zu haben. Und bei der Interimslösung geht das Kreishaus neue Wege.
Viele Autofahrer und Fußgänger in Marbach haben sich in den vergangenen Wochen darüber gewundert, dass mehrere Zebrastreifen von flutlichtartigen Scheinwerfern angestrahlt werden. Hintergrund ist, dass das Landratsamt Ludwigsburg die Beleuchtung an den Überwegen der Stadt auf LED umrüsten lässt. Jedenfalls dort, wo eine veraltete Technik eingebaut war. Und weil die alten Masten schon abmontiert waren, ohne Ersatz sofort parat zu haben, greift der Landkreis interimsweise mit den grellen Leuchten auf eine Zwischenlösung zurück.
Das Prozedere stieß jetzt im Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderats auf großes Unverständnis. „Das ist ein Ärgernis sondersgleichen“, sagte Jochen Biesinger (CDU). Wie könne man so ein Vorhaben mitten in der dunklen Jahreszeit in einer Schulstadt mit vielen Fußgängern initiieren und dann die neuen Leuchten nicht gleich auf Lager haben, echauffierte er sich. Drei Monate ziehe sich das Ganze schon hin. „Das ist unverantwortlich“, meinte Biesinger.
Kreishaus-Pressesprecher Andreas Fritz macht keinen Hehl daraus, dass die alten Laternen bereits Anfang Dezember abgebaut worden seien, um mit den Arbeiten am Fundament starten zu können. „Teil des Auftrags war eine rasche Umsetzung bis Ende Dezember 2023“, betont er. Doch es sei zu Lieferverzögerungen bei den Masten gekommen. Mittlerweile seien diese aber montiert, in dieser Woche folgten die Peitschen, also der am Knick befestigte obere Teil, an denen im Übergang zur nächsten Woche die Beleuchtung angebracht würden. Das Modell zur Interimslösung setze man erstmals ein, habe dazu bis dato aber keine Beschwerden über eine eventuelle Blendwirkung erhalten.