Edeka muss sich viel Kritik für den Muttertags-Spot anhören. Foto: dpa

Edeka hat zum Muttertag einen Werbespot veröffentlicht. Dieser wird im Internet nicht gut aufgenommen und erntet reichlich Kritik. In dem Clip kommen die Väter nicht gut weg.

Hamburg - Ein Online-Werbespot der Einzelhandelskette Edeka zum Muttertag hat eine Vielzahl von kritischen Äußerungen und Boykott-Ankündigungen im Internet zur Folge gehabt. Nach einem Tag wurde der Spot auf YouTube bis Dienstagmittag mehr als eine halbe Million Mal aufgerufen und mehr als 3300 Mal kommentiert, häufig negativ. Er bekam bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 12.000 Dislikes (Daumen runter) und gut 1200 Likes (Daumen hoch).

Der in schwarz-weiß gehaltene Werbespot zeigt Väter in Alltagssituationen mit ihren Kindern: Die Väter hören nicht zu, werfen zum Beispiel einem Kind einen Ball ins Gesicht, so dass es weinen muss und können keinen Mixer bedienen. Eine Kinderstimme aus dem Off lobt die Vorzüge eines Elternteils. Erst in den letzten Sekunden des Spots kommt die Mutter ins Bild, mit der Zeile: „Danke Mama, dass Du nicht Papa bist.“

In den Kommentaren der YouTube-Zuschauer wird der Spot als väterfeindlich und sexistisch kritisiert. Zahlreiche der Kommentatoren kündigten an, künftig nicht mehr bei Edeka einkaufen zu wollen. Die Hamburger Edeka-Zentrale erklärte dazu: „Mit unserem Online Film „Wir sagen Danke“ wollten wir Väter keinesfalls schlecht darstellen, sondern etwas überspitzt und auf humorvolle Art und Weise allen Müttern anlässlich des Muttertags Danke sagen.“

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