Carlos Santana – alles andere als ein Jazzmusiker – war 2017 bei den Jazz-Open zu Gast. Foto: dpa

Nach der Verpflichtung weiterer prominenter Popkünstler für die Bühne auf dem Schlossplatz regt sich Widerstand – vom Vorsitzenden des Jazzverbands. Der Veranstalter kontert.

Stuttgart - Beim Festival Jazz-Open in Stuttgart gibt es im kommenden Jahr – und wie in jedem Jahr seit Bestehen des Festivals – auch Rock, Hip Hop und Elektro zu hören - und das stößt auf Kritik. „Da steht zwar „Jazzopen“ drauf, ist aber kaum noch Jazz drin“, sagte der Vorsitzende des Jazzverbands Baden-Württemberg, Eckhart Fischer, der „Bild“-Zeitung. „Es ist wirklich schade, dass namhafte Jazz-Künstler für die Haupttribüne nicht in Frage kommen.“ Bei den „Jazzopen“ vom 12. bis 22. Juli 2018 steht unter anderem ein Auftritt des US-Rock-Musikers Lenny Kravitz auf dem Programm. Auch die Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier soll auftreten, ebenso wie die legendäre Elektroband Kraftwerk aus Düsseldorf.

„Es gibt eben nicht viele Jazz-Künstler, die den Schlossplatz mit seiner Kapazität von 7000 Menschen füllen“, sagte „Jazzopen“-Chef Jürgen Schlensog dem Blatt. Ganz leer aus gehen Jazz-Fans aber nicht - unter anderem sind Gregory Porter und Pat Metheny angekündigt.

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