Vier Einbrecher wurden gefasst, aber es wird immer wieder in Schulen, Kindergärten und Vereinsheime eingebrochen. Foto: imago images/onw-images

Die Polizei hat vier Jugendliche nach einem Schuleinbruch gefasst. Aber das Problem reicht weiter. Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt treffen mehr Vorsorge gegen Einbrüche.

Die dunkle Jahreszeit jetzt ist auch die Zeit der vielen Einbrüche. Da ist es eine sehr gute Mitteilung wie jetzt, wenn die Polizei die Festnahme von vier Einbrechern vermelden kann, die am Samstag in eine Schule in Leinfelden-Echterdingen eingedrungen sind. Und da ist es naheliegend, dass die Polizei ermittelt, ob diese Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren auch weitere Einbrüche begangen haben. Denn auch am Wochenende davor wurde in eine weitere Schule in Leinfelden-Echterdingen und in eine Filderstadt eingebrochen.

 

„Das gehört zu unserem Standardprogramm, dass wir überprüfen, ob es Zusammenhänge zu anderen vergleichbaren Taten gibt“, so der Polizeisprecher Martin Raff. Auf die Schnelle sind da freilich keine Ergebnisse zu erwarten. Und die Verantwortlichen in den Kommunen warten da auch nicht ab, sondern entwickeln selbst Pläne, damit solche Dinge künftig erst gar nicht mehr möglich sind. „Wir gehen in die Offensive“, so Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell, unter anderem zuständig für das Ordnungsamt und für Schulen in Leinfelden-Echterdingen: „Wir hatten in diesem Jahr mehr als zwölf Einbrüche in diverse Schulen, Kindergärten oder Vereinsheime. Fast jedes Wochenende erreichen uns Schadensmeldungen. Dazu wird nun ein Sieben-Punkte-Plan umgesetzt“, so Kalbfell, „entwickelt in enger Absprache mit der Polizei“.

Welche Maßnahmen werden in Leinfelden-Echterdingen umgesetzt?

Einige davon können öffentlich genannt werden: „Bargeld wird dort überhaupt nicht mehr aufbewahrt. Alle Spinde und Schränke bleiben offen, damit ersichtlich ist, dass sich Aufbrechen nicht lohnt. Rund um diese Einrichtungen herum wird die Beleuchtungssituation verbessert“, so Kalbfell. Er wird da resolut: „Man provoziert uns hier. Wir kriegen die“.

Ähnliches gilt für Filderstadt: „Wir sind im ständigem Austausch mit der Polizei. Da gibt es diverse präventive Maßnahmen, die umgesetzt wurden und regelmäßig angepasst werden“, so der Erste Bürgermeister Falk-Udo Beck: „So sollen die Einbrüche in Schulen zum Einen erschwert und mangels Attraktivität für Täter uninteressant werden.“ Details über das Sicherheitskonzept will er nicht preisgeben. Handlungsbedarf ist aber da. Und vielleicht gibt es auch bald für Filderstadt einen Fahndungserfolg. Oder noch besser: Es finden erst gar nicht mehr derartige Einbrüche statt.