Anschlag auf eine Berufsschule auf der Halbinsel Krim. Foto: TASS

Die Explosion in einer Berufsschule auf der Halbinsel Krim mit mehr als einem Dutzend Toten war nach Angaben des Krim-Regierungschefs die Tat eines Schülers.

Moskau - Die Regierung der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat einen Schüler als Urheber des tödlichen Anschlags in der Hafenstadt Kertsch genannt. Der Schüler habe Suizid begangen, seine Leiche sei in der Bibliothek der Polytechnischen Schule in Kertsch gefunden worden, sagte Regierungschef Sergej Aksjonow am Mittwoch im russischen Fernsehsender Rossija 24.

Bei dem Anschlag wurden nach jüngsten offiziellen Angaben 18 Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt. Aksjonow sprach im Fernsehen von einer „kolossalen Tragödie“. Er hatte bereits zuvor eine dreitägige Trauerzeit für die Schwarzmeer-Halbinsel angeordnet. Nach Angaben des Ermittlungskomitees in Moskau, das bei größeren Zwischenfällen eingeschaltet wird, explodierte ein „nicht identifizierter Sprengsatz mit Metallstücken“ in der Kantine der Schule. Die meisten Opfer seien Jugendliche.

Die Schule wurde nach Angaben auf ihrer Internetseite von Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren besucht. Das russische Notfallministerium rief für Kertsch den Notstand aus und entsandte laut einer Mitteilung im Kurzbotschaftendienst Twitter drei Helikopter mit medizinischen Fachkräften und ein Flugzeug. Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

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