Unter den freigelassenen Geiseln soll eine Frau sein, die nun in Lebensgefahr schwebt. Foto: dpa/Abed Rahim Khatib

Eine Geisel befindet sich Medienberichten zufolge nach ihrer Freilassung in Lebensgefahr. Sie war von der Hamas an das Rote Kreuz übergeben worden. Auch eine Vierjährige soll freigelassen worden sein.

Eine am Sonntag von der islamistischen Hamas freigelassene Geisel schwebt Medienberichten zufolge in Lebensgefahr. Die 84-jährige Frau sei in einem lebensbedrohlichen Zustand in eine israelische Klinik gebracht worden, berichteten mehrere israelische Medien unter Berufung auf das Krankenhaus in Beerscheba.

Mitarbeiter des Roten Kreuzes hatten die Frau zuvor aus dem Gazastreifen zur Grenze nach Israel transportiert. Von dort wurde sie wegen ihres schlechten Zustands mit einem israelischen Hubschrauber direkt ins Krankenhaus geflogen.

Terroristen aus dem Gazastreifen hatten die 84-Jährige am 7. Oktober zusammen mit etwa 240 weiteren Menschen in das Küstengebiet verschleppt. Im Rahmen eines Abkommen zwischen Israel und der Hamas kam sie am Sonntagabend nach mehr als 50 Tagen in Gefangenschaft frei.

Vierjährige soll Tot der Eltern mitangesehen haben

Unter den freigelassenen Geiseln aus dem Gazastreifen ist nach den Worten von US-Präsident Joe Biden auch ein vierjähriges Mädchen, das neben der israelischen auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt. „Sie ist frei und sie ist jetzt in Israel“, sagte der Präsident am Sonntag bei einer Rede im US-Bundesstaat Massachusetts. Er fügte aber hinzu: „Sie hat ein schreckliches Trauma erlitten.“

Die kleine Abigail war am 7. Oktober zusammen mit etwa 240 weiteren Menschen von der radikalislamischen Hamas aus Israel als Geisel in den Gazastreifen verschleppt worden. Bei dem brutalen Überfall der Islamisten auf israelische Dörfer musste das Mädchen laut dem Berater des Weißen Hauses, Jake Sullivan, „mit ansehen, wie seine Eltern vor seinen Augen getötet wurden“. In Geiselhaft wurde das Mädchen am Freitag vier Jahre alt, wie der Präsident sagte.