Kretschmann Grün-Rot steht für neue „Gründerzeit“

Von dpa/lsw 

Der neue Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will Baden-Württemberg zum Musterland für ökologisches Wirtschaften machen. Foto: dapd
Der neue Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will Baden-Württemberg zum Musterland für ökologisches Wirtschaften machen. Foto: dapd

Kretschmann will Baden-Württemberg zum Musterland für ökologisches Wirtschaften machen.

Stuttgart - Der neue Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will Baden-Württemberg zum Musterland für ökologisches Wirtschaften machen. „Diese Regierungskoalition steht für eine neue Gründerzeit - als Weg, als Navigationsspur zu den Arbeitsplätzen der kommenden Jahrzehnte“, sagte Kretschmann am Mittwoch in seiner ersten Regierungserklärung im Stuttgarter Landtag. Die Wirtschaft im Land brauche eine neue und tragfähige industrielle Basis.

Keine politische Revolution

Baden-Württemberg stehe aber keine politische Revolution bevor, sondern eine ökologisch-soziale Erneuerung. Für den Erhalt der Jobs in der wichtigen Autobranche seien Innovationen bei der Antriebstechnik vonnöten. „Wer hätte 1880 gedacht, dass eine Droschke ohne Pferde fahren kann?“, fragte Kretschmann. Der Grüne räumte aber ein: „Der Verbrennungsmotor wird bis weit in die kommenden Jahre hinein eine nach wie vor tragende Rolle spielen.“

Allerdings müssten der Verbrauch und der Ausstoß von klimaschädlichen Kohlendioxid nochmals drastisch zurückgehen. Kretschmann hatte jüngst für Irritationen gesorgt, als er erklärt hatte, es dürfe in Zukunft nicht mehr, sondern weniger Autos geben. Am Mittwoch sagte er: „Nochmals: Niemand in dieser Landesregierung will den Menschen vorschreiben, welches Auto sie kaufen sollen.“ Er warnte die Branche aber, angesichts der steigenden Energiekosten könnten schwere, spritfressende Autos bald schon „Ladenhüter“ sein.

 

 

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