Vor Kreta ist ein Boot gekentert (Symbolbild). Foto: dpa

Abermals kentert vor Kreta ein Boot mit Dutzenden Menschen an Bord. Nicht alle können gerettet werden. Die Suche nach Vermissten dauert an.

Rund 50 Kilometer südlich der griechischen Insel Kreta ist ein Boot mit dutzenden Migranten in Seenot geraten und gekentert. Wie die griechische Küstenwache mitteilte, wurden 42 Menschen von einem Hubschrauber, einem Frachter und Patrouillenbooten gerettet. Mindestens drei Menschen werden vermisst. Die Suche dauerte am Donnerstag an. 

Es war unklar, aus welchem Land die Migranten stammen. Das Boot soll von Libyen oder Ägypten aus gestartet sein, hieß es aus Kreisen der Küstenwache. Allen Anzeichen nach war es auf dem Weg nach Italien. Vor dem Kentern des Bootes soll die italienische Küstenwache gerufen worden sein. Diese informierte dann die griechischen Behörden, die die Such- und Rettungsaktion einleiteten, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA. 

Die EU hatte im März ein 7,4 Milliarden Euro-Abkommen mit Ägypten unterzeichnet. Dafür soll Kairo Migration aus Ägypten nach Europa verhindern. Seit Jahresbeginn sind auf Kreta nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks knapp 1500 Migranten angekommen.